Gebühren für Müllentsorgung in Trier wir neu geregelt

Müllabfuhr : Gebühren für Müllentsorgung in Trier werden neu geregelt

2020 kommt die Müllabfuhr zwar auch alle zwei Wochen. Doch wer weniger Abfall produziert, wird belohnt.

Wie teuer es genau wird, kann Max Monzel derzeit nicht sagen. Der Verbandsdirektor des Zwecksverbands Abfallwirtschaft im Raum Trier (ART) geht davon aus, dass sich das zuständige Gremium mit jeweils zehn Mitgliedern aus der Stadt Trier und dem Landkreis Trier-Saarburg erst im Spätherbst über die Höhe der neuen Müllgebühren einigen wird. Er glaubt, dass der neue Grundbetrag unter der Summe liegen wird, die aktuell zu zahlen ist. Bisher werden jährlich 136,20 Euro für einen 120-Liter-Anfallbehälter in der Stadt fällig, 123,60 Euro sind es im Landkreis Trier-Saarburg.

Die günstigeren Gebühren haben jedoch einen Haken. Die Müllabfuhr kommt bisher im Zweiwochenrhythmus. Künftig sind nur noch 13 Leerungen inklusive. Ab der 14. Leerung entstehen zusätzliche Kosten. Und den in der Stadt Trier üblichen Hol- und Bringservice gibt es auch nicht mehr automatisch. Laut Monzel soll diese Umstellung bei der Müllvermeidung helfen. „Dann lohnt es sich noch mehr, Abfall zu sortieren.“ Würden beispielsweise mehr Essensreste in den Biotonnen landen, brauche man nicht so viel Platz in der Restmülltonne.

In der Stadt Trier zahlen alle Haushalte bisher automatisch jeweils rund 13 Euro jährlich für einen Hol- und Bringdienst der Mülltonnen. Künftig werden aber grundsätzlich nur noch diejenigen Tonnen mitgenommen, die von den Bürgern an die Straße gestellt werden. Denn nur die Müllverursacher  können wissen, ob die Tonnen voll sind und geleert werden sollen.

Dennoch gibt es für jeden die Option, für ein komplettes Jahr den Hol- und Bringdienst gegen eine Gebühr zu bestellen. Dann ist eine Abholung im zweiwöchigen Rhythmus vorgesehen. Die Folge: Der Bürger muss zur Grundgebühr 13 Abfuhren zusätzlich bezahlen.

Ehe das neue System im neuen Jahr umgesetzt wird, erhalten rund 70 000 Haushalte in Stadt und Landkreis ab kommender Woche Post von der ART. Darin enthalten ist ein Aufkleber, den die Mülltonnenbesitzer auf die Tonne kleben müssen. Anschließend werden die Behälter mit einem Transponder und einem Aufkleber versehen. Dadurch kann die Mülltonne bei der Abholung einem Haushalt zugeordnet werden. Im Eifelkreis Bitburg-Prüm und dem Landkreis Bernkastel-Wittlich ist diese Vorgehensweise schon jetzt Alltag.

Landet weniger Abfall in der grauen Tonne, so wächst der Bedarf an anderen Entsorgungsmöglichkeiten. Für Max Monzel kommt eine braune Tonne für Bio-Abfall bekanntlich nicht infrage. Stattdessen möchte er 2021 eine gelbe Tonne als Ergänzung oder Ersatz für die gelben Säcke einführen. „Wir werden diese Tonnen niemandem aufzwingen“, sagt der ART-Geschäftsführer. Auch die Abgabe von blauen Tonnen für Papier und Pappe soll vereinfacht und kostengünstiger werden.

Solche grünen Chips werden in rund 70000 Müllbehälter in Trier und im Landkreis Trier-Saarburg eingebaut. Foto: Medienhaus Trierischer Volksfreund/Harald Jansen

Und noch eine Änderung steht für 2020 an. Laut Monzel gibt es zwischen fünf und zehn Prozent Tonnen, für die keine Abfallgebühr gezahlt wird. Denn Mülltonnen kann man heute im Internet kaufen. Und die sind nur schwer von denen zu unterscheiden, die von der ART verteilt worden sind. Damit ist nach dem 31. Dezember Schluss. „Denn es werden nur noch Tonnen geleert, die mit Transpondern versehen sind.“

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