Gefährdungsstufe eins

Hoher Besuch in Trier: Heute kommt der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz, am 15. September reist Kanzlerin Angela Merkel an. Vor Ort bedeutet das Sperrungen, Menschenmassen und auch höchste Alarmbereitschaft.

Trier Öffentliche Auftritte hochrangiger Politiker sind die Alpträume ihrer Personenschützer. Wenn heute der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz, die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Bundesfamilienministerin Katarina Barley nach Trier kommen und ab 15.45 Uhr eine Wahlkampf-Kundgebung vor der Porta Nigra gestalten, werden viele wachsame Augen über die Menschenmenge streifen. Die Rede von Martin Schulz wird gegen 17 Uhr erwartet.
Noch intensiver wird es am Freitag, 15. September, denn dann kommt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach Trier. Wenn sie vor der Porta Nigra in die Menge winkt, gilt Gefährdungsstufe eins. Das heißt: Mit einem Anschlag ist zu rechnen.
Die AfD plant ebenfalls eine Wahlkampfkundgebung vor der Porta Nigra. Am Freitag, 1. September, soll Alice Weidel vom Bundesvorstand der AfD in Trier sprechen. Hier wird es vermutlich lauter werden, der Verein "Für ein buntes Trier gemeinsam gegen Rechts" hat bereits zu einer Gegendemonstration aufgerufen. Die Polizei wird wieder dafür verantwortlich sein, beide Gruppen konsequent voneinander zu trennen.
Die Vorbereitungen solcher Auftritte laufen auf vielen unterschiedlichen Ebenen ab, und manche sind absolut pragmatischer Natur. Die Bewohner und Besucher der Trierer Innenstadt müssen Sperrungen und Busumleitungen hinnehmen. Am heutigen Dienstag, 22. August, sowie am Freitag, 15. September, wird die Simeonstraße in der Zeit von 15.30 Uhr bis 18.30 Uhr sowie am Freitag, 1. September, von 18 Uhr bis 21.30 Uhr für Veranstaltungen gesperrt. Die Haltestellen im Margaretengässchen und in der Simeonstraße werden für diesen Zeitraum aufgehoben. Die Busse werden wie am Altstadtfest umgeleitet. In der Christophstraße wird eine Ersatzhaltestelle eingerichtet, die alle vorbeilaufenden Linien anfahren.
Die Abteilung Sicherungsgruppe des Bundeskriminalamts (BKA) ist für die Sicherheit des Bundespräsidenten, des Bundesverfassungsgerichtes, der Bundesregierung, des Bundesrates und des Bundestages verantwortlich. Weder das BKA selbst noch das Polizeipräsidium Trier verraten Einzelheiten der Personalstärke und der Einsatztaktik. Zur Arbeit des BKA, auch in Trier, gehört wesentlich mehr als die direkte Begleitung der Bundeskanzlerin oder anderer hochrangiger Politiker wie Bundesfamilienministerin Barley durch ein Team von Personenschützern. Das BKA äußert sich hier nur allgemein: "Die Gewährleistung eines sicheren Raumes als Ausdruck professionellen Personenschutzes erfordert eine breite Palette ineinandergreifender unterschiedlicher Maßnahmen."
Die Umleitungen aller Buslinien aufgrund der Wahlkampfveranstaltungen am heutigen Dienstag sowie am 1. und 15. September finden Sie online unter der Adresse www.volksfreund.de