Gegen Lärm und Dreck

TRIER-EUREN. Lange war der marode Zustand der Eurener Straße ein Ärgernis für die Anwohner. Seit dem Stadtratsbeschluss vom 13. Juli zum Ausbau der Straße dürfen die Betroffenen auf Besserung hoffen.

Tiefe Löcher, aus denen Gras herauswächst, Zebrastreifen, deren Markierung man kaum noch erkennt, Gehwege, auf denen man Angst haben muss zu stolpern. So präsentiert sich die Eurener Straße, Aushängeschild des gleichnamigen Stadtteils, schon seit Jahren. Das soll jetzt besser werden, denn am 13. Juli dieses Jahres hat der Stadtrat den Ausbau der Straße beschlossen. Betroffen ist das 700 Meter lange Teilstück zwischen der "Eisenbahnstraße" und der Straße "Im Speyer". Die Bauarbeiten, die am südlichen Ende in der Nähe der Eisenbahnstraße schon begonnen haben, sollen im Herbst 2007 abgeschlossen sein und insgesamt 1,6 Millionen Euro kosten."Trierer Straßennetz ist unzumutbar"

Lang haben die Lokalpolitiker um dieses Projekt gekämpft. Seitdem ist die Freude bei den Anwohnern groß: "Endlich passiert etwas in Euren. Der Zustand der Straße ist schon seit Jahren unerträglich", sagt Gernot Schlosser. Der Zustand der Trierer Straßen sei seiner Ansicht nach ohnehin unzumutbar. "Hier in der Eurener Straße kann man wenigstens noch CDs im Autoradio hören. In Mariahof hingegen wird man so sehr durchgerüttelt, dass der CD-Spieler gar nicht mehr funktioniert", sagt Schlosser. Auch das Hotelgewerbe musste lange Zeit unter den Straßenschäden leiden. "Schon oft haben sich Hotelgäste über den Straßenlärm beschwert", sagt Marina Klassen, Angestellte im Eurener Hof. Das läge aber weniger an den Straßenschäden, als vielmehr am zu hohen Verkehrsaufkommen, sagt Klassen. Das Problem mit dem Verkehr rühre nicht unbedingt von der Qualität der Straßen. Es müsse sich allgemein die Straßenführung verändern. Sie bezweifelt deshalb, dass die Lärmbelästigung mit einem neuen Straßenbett erträglicher werde, auch weil die Baumaßnahme Unannehmlichkeiten für die Anwohner verursachen wird. Armanda Staudt ist durchaus bereit, den Baulärm zu ertragen: "Schließlich geht es um die Attraktivität des Stadtteils". Und attraktiv könne man nur ohne tiefe Löcher, verwaschene Zebrastreifen und holprige Gehwege sein.