Gelobtes Land Luxemburg

TRIER/TRIER-SAARBURG. Die allgemein gute Entwicklung am Arbeitsmarkt in Deutschland wirkt sich auch auf die Stadt Trier und den Kreis Trier-Saarburg aus.

Die besten Nachrichten kommen aus dem wohl strukturschwachsten Bereich des Kreises: Nahezu Vollbeschäftigung herrscht im Bereich der Geschäftsstelle Hermeskeil, hier ist die Zahl der Arbeitslosen nach den ohnehin schon sehr guten Zahlen der vergangenen Jahre weiter gesunken. Im Dezember waren dort 439 Menschen arbeitslos gemeldet, das entspricht einer Arbeitslosenquote von 3,5 Prozent. Damit zählt Hermeskeil weiterhin auch bundesweit zu den Gebieten mit der geringsten Arbeitslosigkeit. Auch für den Bereich Saarburg gibt es gute Zahlen zu vermelden, hier sank die Quote um 0,5 Prozentpunkte im Vergleich zum Dezember 2005 auf 5,2 Prozent. Rückgänge sind dabei auch in allen Problemgruppen wie bei den Langzeitarbeitslosen oder Jugendlichen unter 25 Jahren zu vermelden. Hinzu kommt die steigende Zahl der Stellenangebote. Außerdem sei man im vergangenen Jahr von größeren Insolvenzen verschont geblieben, sagt Dieter Reinsbach, verantwortlicher Geschäftsstellenleiter für Saarburg und Hermeskeil. Die Gründe für die positive Entwicklung sieht er in den dynamischen Arbeitnehmern, der guten Ausbildung und der sehr guten Motivation sowohl der Arbeitssuchenden als auch der Arbeitsvermittlung. Gute Aussichten auch für 2007

Besonders die Menschen im Hochwald zeichneten sich durch eine große Bereitschaft aus, auch weite Wege für ihre Arbeit in Kauf zu nehmen. Natürlich wirke sich auch der Faktor Luxemburg bei der Arbeitsmarktentwicklung in der Grenzregion maßgeblich aus. Davon profitiert in erheblichem Maß auch die Hauptagentur Trier mit den Bereichen Stadt Trier und den Verbandsgemeinden Schweich, Ruwer und Trier-Land. Obwohl die Stadt Trier mit 5525 Arbeitslosen im Dezember 2006 (Quote 7,9 Prozent) den höchsten Wert innerhalb der Region Trier aufweist, steht sie im Vergleich mit ähnlich großen Städten wie Koblenz (5900 Arbeitslose, Quote: 9,9 Prozent) und Kaiserslautern (6400 Arbeitslose, Quote: 12,4 Prozent) besonders gut da. Im Jahresmittel 2005 waren es noch 6060 Arbeitslose in der Stadt Trier. "Auch wenn die Sozialstruktur anonymer ist. Trier liegt im Speckgürtel Luxemburgs. Ein Glücksfall für die Region", sagt Hans Dieter Kaeswurm, Chef der Arbeitsagentur Trier und zuständig für die gesamte Region. In der Hauptagentur sind - analog zu den Entwicklungen im Kreis - seit Monaten ähnliche Trends spürbar: mehr offene Stellen und ein größerer Abgang bei Problemgruppen. Nicht zuletzt weist dies auf eine höhere Dynamik am Arbeitsmarkt und eine schnellere Besetzung offener Stellen hin. Für 2007 sind Reinsbach und Kaeswurm optimistisch. Als Gründe dafür werden die zu erwartende günstige Entwicklung sowohl auf dem luxemburgischen als auch auf dem deutschen Arbeitsmarkt angeführt. "Das ist ein eindeutiges Signal", sagt Agentur-Chef Kaeswurm. So rechnet die Agentur für 2007 mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit. "Die Chancen stehen gut."