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Gemeinsam für den Klimaschutz: Bistum Trier startet Vortragsreihe

Katholische Kirche : Vortragsreihe des Bistums zum Klimawandel gestartet

„Wenn wir vom Klima reden, denn reden wir vom Leben – von einem Leben, das uns von Gott geschenkt wurde.“ Das hat der Trierer Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg bei der Online-Konferenz „Impulse für den Weg in eine klimagerechte Zukunft“ betont.

Die Veranstaltung war Start der Reihe „Klimawandel und wir“ der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Trier zusammen mit dem Klima­schutz­management der Diözese. Weitere Partner sind die Regionale Netzstelle Nach­haltig­keits­strategien West sowie das Umwelt­netz­werk Kirche Rhein-Mosel.

Zum Auftakt diskutierte Plettenberg mit Prof. Peter Heck, Direktor des Instituts für angewandtes Stoffstrommanagement (Ifas) am Umweltcampus Birkenfeld der Hochschule Trier, mit Charlotte Kleinwächter, Klimaschutzmanagerin im Bistum, und Hoch­schul­präsidentin Prof. Dorit Schumann. Ziel war es, gemeinsame Perspektiven einer Kooperation von Hochschule und Bistum anzudenken.

„Unsere größten Handlungsfelder sind sicher die Liegenschaften“, führte Kleinwächter aus. Würden die Kirchengemeinden miteinbezogen, gehe es um mehr als 3000 Gebäude im Bistum Trier. Das größte Einsparpotenzial liege bei den Schulen und den Verwaltungsbauten: „Unsere Analysen zeigen, dass man 190 Tonnen CO2 pro Jahr sparen könnte, wenn man die Heizungssituation bei den Schulen optimiert.“ Auch sei das Bistum seit diesem Jahr Mitglied des Netzwerks Mobilität und Kirche, gemeinsam mit acht evangelischen Landes­kirchen und fünf katholischen Bistümern.

In der digitalen Diskussion wurden verschiedene Ideen entwickelt für den nächsten Schritt des Bistums zu mehr Klimaschutz – und welche Rolle dabei die Hochschule Trier mit dem Umwelt-Campus spielen könnte. Heck brachte die Idee einer vom Bistum gegründeten GmbH zur energetischen Optimierung von Liegenschaften ins Spiel. „Oft gibt es das Problem, dass man auf der einen Seite energetisch sinnvoll erneuern muss, auf der anderen Seite das Budget fehlt oder zu knapp kalkuliert ist – und man deswegen nur die zweitbeste Lösung verwirklichen kann“, sagte er. Eine Energiegesellschaft könnte Know-how bündeln.

Weitere Themen waren E-Mobilität in Bistum und Kirchengemeinden sowie Fördermittel für die energetische Sanierung. Aber auch neue Impulse für ökologische Bildungs­arbeit in Kindertagesstätten und Schulen wurden thematisiert.

Die Veranstaltungsreihe umfasst rund 25 Vorträge und Seminare und läuft noch bis Ende Juni. Mehr Infos unter www.umwelt.bistum-trier.de/angebote/veranstaltungsreihe-klimawandel/