Gemeinsam für die Irscher Burg

Gemeinsam für die Irscher Burg

Mit der Rettung der Irscher Burg hat sich der im Mai gegründete Förderverein in dem Trierer Stadtteil viel vorgenommen. Bei einem Frühschoppen haben die Mitglieder jetzt erstmals ihre Ziele in der Öffentlichkeit vorgestellt.

Trier-Irsch. Die Farbe ist verblasst, der Putz bröckelt: Schon ein Blick auf die Fassade der Irscher Burg macht den dringenden Handlungsbedarf deutlich. Noch schlimmer sieht es aus bei den Ökonomiegebäuden, die mit ihrem maroden Dach in sehr schlechtem Zustand sind. Es gibt also viel zu tun an dem alten Gemäuer.
Bisher hat sich die katholische Kirchengemeinde um ihr Eigentum gekümmert. Hunderttausende Euro wurden in den vergangenen Jahren schon aufgewendet, um das historische Vermächtnis zu erhalten, sagte Pastor Stefan Dumont. Aber: "Alleine können wir das nicht mehr stemmen. Irgendwann ist der Geldsack leer."
Der Förderverein sei deshalb "eine gute und richtige Entscheidung", lobt der Gottesmann das Engagement aus der Bevölkerung. Bei der Vereinsgründung des Fördervereins Irscher Burg (FIB) Ende Mai hatten 25 Personen ihre Bereitschaft zur Mitarbeit erklärt.

Jetzt hat sich der jüngste Verein des 2400-Einwohner-Stadtteils mit einem "Burgfrühschoppen" der Öffentlichkeit präsentiert. Das Interesse war gut. Deshalb solle dies gewiss nicht der letzte gewesen sein, sagte der Erste Vorsitzende, Mario Alten, zur Begrüßung der einhundert Gäste. Mit Festen und kulturellen Veranstaltungen möchte der FIB immer wieder auf sich aufmerksam machen und dabei und überhaupt ein gutes Miteinander mit den anderen Vereinen suchen.
Dem Vorstand gehören an: Maro Alten, erster Vorsitzender; Stefan Zang, zweiter Vorsitzender; Birgit Wertmann-Scherer, Schriftführerin; Winfried Benda, erster Schatzmeister; Gereon Kohl, zweiter Schatzmeister; Udo Scherer, Beisitzer. Als geborenes Mitglied dabei war Pastor Stefan Dumont. LH
Die Anfänge der Irscher Burg liegen im 16. Jahrhundert. Auf einem Zahlenstein über dem Portal ist das Jahr 1587 zu lesen. Einst diente die Burg dem Trierer Kloster St. Martin als Propstei. Burg und Gutshof, waren der Gutshof, der in der Stadt liegenen Abtei. Im Barocksaal des ersten Stocks wurde einst Recht gesprochen, denn: Dem Abt beziehungsweise seinem Propst oblag neben der Verwaltung der Pfarrei auch die Gerichtsbarkeit. Mitgliedsbeitrag pro Jahr: 24 Euro (Einzelperson), 36 Euro (Familie mit zwei Personen), 42 Euro (Familie mit drei und mehr Personen). Kontakt: foerderverein@irscher-burg.de, Telefon 0651/9990280, Bankverbindung: Sparkasse Trier, Konto 1037779, BLZ 58550130. LH