Gemeinsam gegen Aids

1500 Unterschriften haben Trierer Unicef-Mitarbeiterinnen seit 2005 gesammelt. In seiner Kampagne gegen Aids fordert das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen preiswertere Medikamente, auch speziell für Kinder, mehr Aufklärung und Entwicklungshilfe.

Trier. (QO) OB Klaus Jensen weiß, wovon er spricht, wenn er Aids als "schreckliche Geißel" bezeichnet: "Ich war im Süden von Kapstadt in einem Township; ein junger Mann zeigte mir seine Familie. Sieben Personen wohnten in einer winzigen Hütte, und seine Frau lag da - im Endstadium." Am Welt-Aids-Tag übergaben ihm die Unicef-Mitarbeiterinnen Christine Bambach und Renate Junk 1500 Unterschriften. "Du und ich gegen Aids" heißt die Kampagne des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen, in der es Pharmaunternehmen und die Bundesregierung auffordert, Aids-Medikamente für Kinder, günstigere Preise, wirkungsvolle Aufklärung und eine aufgestockte Entwicklungshilfe bereitzustellen. In Südafrika und Ländern wie Ruanda und Uganda gebe es unzählige Aids-Waisen, berichtet Christine Bambach. Vielfach existiere die mittlere Generation gar nicht mehr. In Osteuropa verschärfe sich die Lage seit einigen Jahren, und auch in Trier steige die Infektionsrate an. Klaus Jensen versprach den Unicef-Mitarbeiterinnen, ergänzend zu den Unterschriften einen Brief an die Bundesregierung zu verfassen.