Gemeinsam gegen Gewalt

Schüler der Porta-Nigra-Förderschule und des Auguste-Victoria-Gymnasiums Trier haben an einem integrativen Gewaltpräventionsworkshop teilgenommen. Neben Techniken zur Selbstverteidigung lernten sie, einander zu tolerieren.

Trier. (red) Wie verteidige ich mich, wenn ich angegriffen werde? Dieser Frage sind die Schüler der Porta-Nigra-Förderschule und des Auguste-Victoria-Gymnasiums Trier nachgegangen. In einem integrativen Gewaltpräventionsworkshop vermitteltet ihnen Sifu Constantin Mock in der Europäischen Wing-Tsun-Organisation Akademie (EWTO-Akademie) in Trier Nord Techniken der Verteidigung, die im Ernstfall Standvermögen und Fluchtmöglichkeiten sichern.

Der Workshop war ein Geschenk an die Lebenshilfe Trier anlässlich des europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. An diesem wurde der Kurzfilm "London liegt am Nordpol" des Trierer Regisseurs Achim Wendel im Kino gezeigt. Der Film thematisiert die Probleme von Ausgrenzung und Ablehnung, mit denen auch Menschen mit Behinderung oft konfrontiert werden.

Auch Lukas Krämer, der Hauptdarsteller des Films, und Andreas Klee, der Drehbuchautor, nahmen am Workshop teil. Mock erklärte, wie Menschen in die Opferrolle geraten können. Die Schüler lernten, ihr eigenes Verhalten gegenüber Andersartigen zu überdenken und erkannten, dass Toleranz eine wichtige Voraussetzung für ein Zusammenleben darstellt.

Positiv wirkte sich dabei aus, dass die Jugendlichen beider Schulen sich beim Workshop kennenlernten und so Integration praktizierten.

"Die Teilnehmer werden wichtige Erfahrungen mit in die Schule nehmen", sagte Jutta Levy, Lehrerin an der Porta-Nigra-Schule. Auch für die Schüler des Auguste-Victoria-Gymnasiums, die alle das Amt von Streitschlichtern tragen, war die Veranstaltung ein Gewinn.