Gemeinsam geht’s besser

Trier · Fünf Jahre schon informiert der Familienkompass Trier Eltern über Angebote der Familienbildung in Trier. Am Samstag steigt ein Geburtstagsfest im Mergener Hof. Dabei soll das Programm bekannter gemacht werden. Die Gäste erwartet ein "Wunschtor".

Trier. Fröhliche Babygesichter und Mütter, die sich angeregt über ihre Kleinen unterhalten. Es ist das Treffen einer Pekip-Gruppe (Prager Eltern Kind Programm) in der Katholischen Familienbildungsstätte Trier. Der Kurs wird im Rahmen des Familienkompasses angeboten. Das ist eine Art Broschüre, die alle Angebote der Familienbildung in Trier beinhaltet und miteinander vernetzt. Durch die Mitarbeit von 16 Kooperationspartnern ist der Kompass schon recht bekannt in Trier. Das Familienfest am Samstag soll dennoch helfen, mehr Eltern zu informieren. Es wird ein "Wunschtor" geben, bei dem sich die Gäste zu fehlenden Angeboten äußern dürfen.
"Fünf Jahre Familienkompass - eine runde Sache, die uns noch immer begeistert", fasst Silke Biundo zusammen. Sie und Birgit Kuhlmeier sind die Koordinatorinnen des Programms. Für das nächste Jahr ist eine neue Auflage geplant. Ein Problem sei, dass es keine kontinuierliche Finanzierungssicherheit gebe, sagen die Koordinatorinnen. Eine gute Kooperation mit der Stadt stimme sie aber zuversichtlich, dass der Familienkompass auch in den nächsten Jahren gefördert werde.
Der Kompass gliedert sich in verschiedene Stadien der Kindesentwicklung - von der Schwangerschaft über das Grundschulalter bis zur Pubertät. Besuchen Eltern und Kinder einen Kurs, erhalten sie Bonuspunkte. Diese entsprechen jeweils einem Euro Rabatt auf einen anderen Kurs. Die Kosten übernehmen das Jugendamt Trier und der Kreis Trier-Saarburg. Mehr als 1000 Bonuspunkte wurden bisher eingelöst.
Die Resonanz der Kursbesucher falle sehr gut aus. "Natürlich gibt es eine gewisse Konkurrenz zwischen den Einrichtungen", sagt Birgit Pallien, Leiterin der Katholischen Familienbildungsstätte Trier. "Aber das ist gut, denn die Konkurrenz ist der Motor für neue Dinge."
Auch Silke Biundo ist zufrieden mit der Arbeit der letzten fünf Jahre. "Für die Zukunft erhoffen wir uns, dass es uns weiterhin gelingt, Kooperationspartner zu finden. Außerdem wollen wir Familien vermitteln, wie wichtig es ist, zusammen zu kommen, statt nur in einem Online-Ratgeber zu lesen. Begegnungen auf Veranstaltungen beleben und stärken den Erziehungsalltag."Extra

Das Familienfest des Netzwerks Familienbildung findet am Samstag, 4. Juli, von 10 bis 12 Uhr im Jugendzentrum Mergener Hof statt. Das Programm richtet sich an Babies und Kinder bis drei Jahre, für die es viel zu erleben gibt. Neben musikalischen Mitmachaktionen und Bewegungsspielen wird Spielzeug aus Alltagsgegenständen gebastelt. fkr