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Gemeinsam singen und musizieren

Gemeinsam singen und musizieren

78 Konzerte hat es am Wochenende landesweit zu den Tagen der rheinland-pfälzischen Schulmusik gegeben - davon ein ganz besonderes in Trier-Ehrang. Gleich fünf Grundschulen haben sich zusammengetan, um sich gemeinsam dem Publikum zu präsentieren.

Trier/Longuich. Dass Singen und Musizieren einen vielfältigen positiven Einfluss auf die Entwicklung von Kindern haben, ist inzwischen hinlänglich bekannt. Musikalische Bildung kann also gar nicht früh genug beginnen. Trotzdem sind Chöre und Orchester an Grundschulen noch immer eine Ausnahme.
Umso beachtlicher ist das Konzert, das Karl Heinz Schäfer, Leiter der Grundschule St. Peter in Trier-Ehrang, organisiert hat. Neben seinen eigenen Mädchen und Jungen haben sich vier weitere Chöre eingefunden - aus den Trierer Grundschulen Reichertsberg, Barbara und Quint sowie aus Longuich. So sind insgesamt rund 180 Kinder zusammengekommen, die zum Abschluss alle gemeinsam auftreten.
Mindestens genauso wichtig wie der Beitrag der Musik zur Erziehung ist aber eine ganz einfache Tatsache: "Singen macht Spaß!" So heißt auch das Lied, mit dem die Kinder auf die Bühne gezogen sind. Dabei ist es ganz egal, ob es alte Schlager sind wie "Marmor, Stein und Eisen bricht" oder Lieder aus dem Kindermusical von Mats, dem Mäuserich. Selbst englische Verse und hawaiianische Folklore gehen den jungen Sängern spielend über die Lippen.
Das Orchester der Ehranger Schule lässt zudem rockige Rhythmen erklingen, die alle Eltern, Freunde und Lehrer in der prall gefüllten Turnhalle mitreißen. Und bei Nenas Hit fliegen 99 Luftballons durch den Saal.
Zu hören sind auch eigene Stücke des Trierer Musikers Martin Folz, der die Chöre in Longuich und Reichertsberg leitet. Zwar hat er gerade neue Zuschüsse für seine Arbeit bekommen, er betont aber gleichzeitig: "Schulmusik sollte nicht immer um Fördermittel kämpfen müssen, sondern eine Selbstverständlichkeit sein." Eines hat das Konzert jedenfalls gezeigt: Die Begeisterung der Kinder für Musik ist groß, und ihren Applaus dafür haben sich alle redlich verdient. daj