Genie oder Antisemit? Vortragsreihe zu Richard Wagner

Genie oder Antisemit? Vortragsreihe zu Richard Wagner

Der Komponist Richard Wagner polarisiert wie kaum ein anderer Künstler: Den einen gilt er als künstlerisches Jahrhundert-Genie, den anderen als politisch suspekter Antisemit. Zu seinem 200. Geburtstag beleuchten die Volkshochschule Trier, die städtische Karl-Berg-Musikschule und der Richard-Wagner-Verband Trier-Luxemburg dieses Phänomen.

Dessen Vorsitzender Heinz Asshoff und TV-Redakteur Dieter Lintz gehen am Donnerstag, 6. Juni, ab 19.30 Uhr in Raum 2.08 der Musikschule in der Paulinstraße auf die Lebensgeschichte und die künstlerische Entwicklung Wagners ein.
Der zweite Vortrag befasst sich am Donnerstag, 13. Juni, ab 19.30 Uhr an gleicher Stelle mit den Festspielen von Bayreuth als Vermächtnis des Komponisten. Die Verstrickungen seiner Familie in der Nazi-Zeit, ihre scheinbar ewigen Zwistigkeiten und die Rolle der "Werkstatt Bayreuth" für die Opernentwicklung stehen dabei im Blickpunkt.
Nach der Sommerpause folgen am 17. und 24. Oktober eine Einführung in den "Ring des Nibelungen" sowie ein Überblick zu unterschiedlichen Interpretationen. Den Abschluss der Wagner-Reihe bildet eine "Parsifal"-Matinee unter Mitwirkung des früheren Trierer Generalmusikdirektors Istvan Dénes. Für diesen Vortrag steht nach Mitteilung der Stadt Trier noch kein Termin fest. red