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Genügend Eigenkapital für alle Fälle auf der hohen Kante

Genügend Eigenkapital für alle Fälle auf der hohen Kante

Mehr Mitglieder, mehr Eigenkapital, mehr Gewinn - die Raiffeisenbank Mehring-Leiwen hat das Geschäftsjahr 2010 erfolgreich abgeschlossen. Die Finanzkrise hatte keine Auswirkungen auf die Genossenschaftler von der Römischen Weinstraße.

Leiwen. Es gab nur zufriedene Gesichter bei den beiden Versammlungen der Raiffeisenbank Mehring-Leiwen in Leiwen und Breit, zu denen mehr als 200 Mitglieder kamen. Die Vorstände Ewald Müller und Ewald Barten konnten bei der Vorstellung des Geschäftsberichts für 2010 ausschließlich positive Zahlen präsentieren.
Im Vergleich zu 2009 stieg die Bilanzsumme um 1,7 Millionen Euro auf 106,7 Millionen, der Bilanzgewinn erhöhte sich von 381 000 Euro auf 423 000 Euro, und die Zahl der Mitglieder stieg um 133 auf 3189. Das betreute Gesamtkundenvolumen (Summe aller Kredite sowie Geldanlagen in der Bank und bei Verbundpartnern) belief sich Ende 2010 auf insgesamt 208,5 Millionen Euro, ein Plus von 4,3 Prozent.
Umsatz in Märkten wächst


In den Raiffeisen-Märkten konnte der Umsatz um vier Prozent auf rund sieben Millionen Euro gesteigert werden. Besonders stolz ist man an der Römischen Weinstraße aber darauf, eine vergleichbar hohe Eigenkapitalquote zu haben. "Wir müssen uns wegen der neuen Basel-III-Kriterien überhaupt keine Sorgen machen", sagt Vorstand Barten angesichts eines wirtschaftlichen Eigenkapitals von über zwölf Prozent.
Angesichts dieser erfreulichen Zahlen gab es auch bei den Abstimmungen ausschließlich einstimmige Entscheidungen: Albert Molitor (Mehring-Lörsch) und Bernd Schu (Leiwen) wurden als Aufsichtsräte wiedergewählt. Ohne Gegenstimme erfolgte die Abstimmung zur Vergütung des Aufsichtsrat die sich an der Empfehlung des Genossenschaftsverbandes orientiert. Und auch bei der aufgrund von neuem EU-Recht nötigen Satzungsänderung, die bei einer Auszahlung von gekündigten Geschäftsguthaben die Zustimmung von Vorstand und Aufsichtsrat vorsieht, gab es keine Gegenstimme.
Für das Geschäftsjahr 2011 erwartet man in Mehring und Leiwen eine weitere moderate Steigerung der Bilanzsumme von zwei bis drei Prozent.
Weil die Zahlen so erfolgreich waren, kam die Genossenschaftsbank ihrem Motto "Aus der Region für die Region" wieder nach. Insgesamt wurden in 2010 mehr als 30 000 Euro an Vereine und Organisationen aus dem Geschäftsgebiet gespendet.
Im Rahmen der Mitgliederversammlung erhielten Winzertanzgruppen (Leiwen, Mehring, Detzem, Klüsserath und Ensch), Schützenvereine (St. Sebastianus Mehring und Leiwen) sowie der Bogenschützenclub aus Büdlich Spenden zwischen 500 und 1000 Euro.
Und auch dem gestiegenen Sicherheitsinteresse der Kunden wurde Rechnung getragen: In Mehring, Leiwen und Büdlich wurden in den vergangenen Wochen neue Geldautomaten installiert, die von Betrügern nicht mehr zum "Skimming" (Abgreifen von Kartendaten) manipuliert werden können. Geschäftsstellen: 5 (Mehring, Leiwen, Klüsserath, Büdlich, Thörnich (SB) Mitarbeiter: 40 (davon drei Auszubildende) Kundeneinlagen: 85 Millionen Euro, Kredite: 60 Millionen Euro, Mitglieder: 3189, Bilanzsumme: 106,7 Millionen Euro, Bilanzgewinn: 423 000 Euro, Eigenkapitalquote: 11,3 Prozent.