Gern mit Karl Marx als Nachbar

Gern mit Karl Marx als Nachbar

TRIER/TRIER-SAARBURG. (bw) Im Juni ist es so weit: Dann verschmelzen WASG und Die Linke/PDS zur neuen Linken. Auf Kommunalebene will die Partei 2009 mit Bürgernähe punkten.

Die Verschmelzung von WASG und Die Linke/PDS ist in Trier kaum noch ein Thema. "Seit der Landtagswahl machen wir hier alles gemeinsam", sagt Hans Werner Jung, Vorsitzender des WASG-Kreisvorstands Trier-Saarburg. WASG und Linke organisierten gemeinsame Treffen oder InfoStände. Jetzt stünden nur noch die Formalitäten aus. Für Anfang Juli sind die konstituierende Sitzung des neuen Kreisverbandes und die Vorstandswahlen geplant. Dann will die Partei mit Blick auf die Kommunalwahl 2009 intensiv an ihrer Positionierung arbeiten. Entscheidend sei, sich kommunal einzubringen. "Wir planen ein Büro, damit die Bürger einfacher an uns rankommen", verrät Jung. Nach Räumlichkeiten würde noch gesucht, außerdem sei die Finanzierung noch nicht gesichert. Ein Wunschort sei das Gewerkschaftshaus - oder die Nähe zum Karl-Marx-Haus. In dem Büro will die Partei unter anderem eine Hartz IV-Beratung anbieten. "Wir wollen den Bürgern zeigen, dass wir zum Alltag gehören und nicht nur vor Wahlen aktiv werden", sagt Katrin Werner, Kreisvorsitzende der Trierer Linkspartei. Deshalb hätten sie zum Beispiel im Herbst einen Info-Stand zum Thema "Mindestlohn" auf die Beine gestellt. Mitstreiter gewinnen - das sei ebenfalls wichtig für die Zukunft. Momentan haben die Kreisverbände zusammen rund 100 Mitglieder. Und wer wird die Galionsfigur der neuen Linken in der Region? "Mit Blick auf die Kommunalwahl 2009 wird das Katrin Werner sein", sagt Jung.

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