Gerüche im Trierer Uni-Hochhaus machen krank - Suche nach den Ursachen wird intensiviert

Trier. · Seit Jahren klagen Mitarbeiter und Studenten über Geruchsbelästigungen im Hochtrakt der Universität auf dem Petrisberg. Nachdem immer mehr Krankheitssymptome gemeldet wurden, macht das Land als Eigentümer die Beseitigung der Ursache nun zur Chefsache.

In dem Hochhaus auf Campus II kommt es immer wieder zu massiven Geruchsbelästigungen.

Foto: Rainer Neubert

Seit 2009 erreichen die Leitung der Uni Trier immer wieder Klagen über einen unangenehmen Geruch im Gebäude des ehemaligen französischen Hospitals auf dem Petrisberg, das seit 2003 für Lehr- und Forschungszwecke genutzt wird. Seit 2011 mehren sich die Meldungen über Atembeschwerden, Hautreizungen und Unwohlsein, die mit dem Beginn der Hitzewelle in diesem Sommer einen Höhepunkt erreichten.

Ein Vortragsraum wurde inzwischen geschlossen, nachdem alle Seminarteilnehmer über gesundheitliche Beschwerden geklagt hatten. Bei einer Informationsveranstaltung am Donnerstag haben Vertreter des Landes und der Universitätsleitung deutlich gemacht, dass nun konsequent und strukturiert nach der Ursache der Geruchsbelästigungen gesucht werde, um diese so schnell wie möglich zu beseitigen.

Unter anderem soll das gesamte Belüftungs- und Entlüftungsystem des Gebäudes überprüft werden. Der Personalrat der Universität hatte beim Finanzministerium eine Dienstaufsichtsbeschwerde gestellt, weil die bisherigen Maßnahmen der Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) aus Sicht der Beschäftigten nicht ausreichend gewesen sind. Auch Universitätspräsident Michael Jäckel unterstützt mittlerweile dieses Vorgehen, weil es die hohe Bedeutung des Problems dokumentiere.

Der Uni-Präsident hat dessen Beseitigung ebenso zur Chefsache erklärt wie LBB-Niederlassungsleiter Reinhard Simon. In einer Fachgruppe geht es nun darum, das weitere Vorgehen abzustimmen. Mitglieder sind die Universität, LBB, Personalrat und unabhängige Experten. Im Rahmen einer "Task Force" ist ein LBB-Ingenieur täglich in dem Gebäude. Zudem wurde eine Hotline eingerichtet unter Telefon 0651-2012100.

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