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Gesangsduo unterhält Menschen in Trierer Seniorenresidenz St. Peter

Konzert : Open-Air-Konzert mit Abstand

Ein Gesangsduo hat die Menschen in einer Trierer Seniorenresidenz unterhalten – und bietet weitere Mutmacher-Auftritte an.

Gesang als Mutmacher: Zwei Sängerinnen haben mit einem Live-Konzert den Bewohnern und Mitarbeitern der Seniorenresidenz St. Peter eine große Freude bereitet. Wegen der Besuchseinschränkungen waren schon zuvor viele neue Ideen gesammelt worden, wie Angehörige und Bewohner Kontakt miteinander halten können. So gibt es zum Beispiel die Möglichkeit für persönliche Videoanrufe, und eine Bewohner-E-Mail-Adresse wurde eingerichtet als Alternative zum Brief oder Anruf.

Die aus Gielert (Kreis Bernkastel-Wittlich) stammende Sängerin Janina Jungbluth hatte ebenfalls eine Idee, etwas gegen die Isolation der älteren Menschen zu tun. Gemeinsam mit Selina Dohr hat sie ein Live-Konzert im Garten der Seniorenresidenz stattfinden lassen, sodass die Bewohner im unbedenklichen Abstand an ihren Fenstern dem Konzert zuhören und zusehen konnten. Thomas Eibel, Einrichtungsleiter von St. Peter: „Als Janina Jungbluth mit dieser Idee auf mich zukam, haben wir natürlich direkt zugesagt. Diese Abwechslung hat hier allen sehr gutgetan.“ Gemeinsam wurde zu bekannten Schlagerhits gesungen und geschunkelt. Auch Spaziergänger und Radfahrer wurden zu spontanen Zaungästen und lauschten dem Konzert. Patrick Kögel, Leiter der sozialen Betreuung und verantwortlich für die Unterhaltungs- und Aktivierungsangebote in der Senioreneinrichtung sagt: „Wir danken Janina Jungbluth und Selina Dohr von Herzen für ihr Engagement.“

Das Fazit von Jungbluth: „Dieser wunderschöne Nachmittag hat uns als Sängerinnen erneut gezeigt, wie wichtig Musik auch in Zeiten dieser Krise ist, und wie sehr sie uns alle – trotz Abstand – verbinden und zusammenbringen kann. Diese Menschen, die gerade unseres Schutzes und unserer Rücksichtnahme so sehr bedürfen, gemeinsam mit uns klatschen, singen, lachen, tanzen und weinen zu sehen, hat uns so viel zurückgegeben.“

Vielleicht könnten sie so auch ein Zeichen dafür setzen, dass in unserer Gesellschaft Musik dringend gebraucht würde, sagt Jungbluth. Gerne würden sie auch weitere Konzerte dieser Art für Seniorenheime der Großregion geben, um den Menschen, die gerade mit am meisten unter den negativen Auswirkungen der Sozialisolation leiden müssten, Mut, Freude und ein bisschen Sorglosigkeit zurückzugeben.