Geschichte

Zum Bericht "Tauziehen um 200 Jahre altes Wegekreuz" (TV vom 3. Juli):

90 Prozent aller Wegekreuze im Trierer Land stehen auf privatem Eigentum. Die Wegekreuze geben etwas von der Geschichte der Ortsgemeinden wieder. Als Kulturgut oder Denkmal wurden sie vom Kultur- und Denkmalamt aufgenommen. Man gibt Tausende Euro aus für deren Erhaltung. Was ich nicht verstehen kann, ist die Aussage von Familie Reinert, das Kreuz sei Familienbesitz, wobei doch das Grundstück, auf dem das Kreuz stand, einen ständigen Wechsel erlebt hat. Es heißt, dass im Jahr 1818 das Kreuz zum Gedenken an einen in der Mosel Ertrunkenen errichtet worden sei und die Wasserbilliger Bürger an den Bitttagen zu diesem Kreuz gingen. Übrigens steht in Wasserbillig ein fast gleich aussehendes Kreuz. Einige Fragen stellen sich: Warum hat Familie Reinert nicht die Ortsgemeinde Langsur informiert? Warum hat man den Kaufwilligen nicht angezeigt, denn Kulturgüter und Denkmäler sind doch nicht veräußerbar oder doch? Was sagt die Kreisverwaltung (Denkmalamt) dazu? Die Aussage, das Kreuz sei auf dem Roscheider Hof sicherer, teile ich nicht. Was ist dann mit den vielen Wegekreuzen auf Feld und Flur, werden die irgendwann von den angeblichen Besitzern auch abgebaut und gesichert? Ich bin nach wie vor der Meinung, dass Wegekreuze an ihre ursprünglichen Orte gehören, denn nur dort erfüllen sie ihren Zweck. Das ist auch die Aussage von Museumsleiter Dr. Haas, den ich sehr schätze. Reinhold Thiel, erster Beigeordneter Ortsgemeinde Langsur