Geschützte Arten haben ein Zuhause

Geschützte Arten haben ein Zuhause

Stadtentwicklung

Zum Thema neue Baugebiete in Trier:

Dr. Hans Reichert schreibt im Leserbrief vom 28. Februar, dass er das Thema Naturschutz in der Diskussion zum Flächennutzungsplan 2030 vermisst. Ich habe dazu recherchiert und im Ratsinformationssystem unter der Vorlage 058/2017 Folgendes gefunden.
Die "Naturschutzfachliche Voruntersuchung im geplanten Baugebiet Unterm Langenberg" wurde vom Büro Hortulus GmbH durchgeführt. Das Ergebnis ist unter Kapitel 3 (Bewertung) hinterlegt.
Zu Langenberg (Auszug): Die Sensibilität des Bereichs Langenberg in Bezug auf den Artenschutz ist größer als im Bereich des Brubacher Hofs. Im Rahmen der Untersuchungen zum Landschaftsplan wurden zwischen Euren und Zewen aktuelle Nachweise streng geschützter Arten (zum Beispiel Grünspecht) sowie Vorkommen von Rote-Liste-Arten (zum Beispiel Rebhuhn) festgestellt. Ein Großteil des Gebietes liegt im Landschaftsschutzgebiet. Die Auswirkungen auf die Landwirtschaft sind als erheblich einzustufen. Hier sind in Teilen Böden mit einer weit höheren Acker-/Grünlandzahl als am Brubacher Hof tangiert.
Zum Brubacher Hof (Auszug): Der Bereich Brubacher Hof liegt nicht innerhalb eines naturschutzrechtlichen Schutzgebietes. Insoweit sind die Auswirkungen auf Natur und Landschaft im potenziellen Baugebiet selbst als nicht erheblich einzustufen. Potenzielle Konflikte ergeben sich durch das benachbarte FFH- und Naturschutzgebiet Mattheiser Wald. Die Verwaltung geht unter Berücksichtigung der vorliegenden Gutachten davon aus, dass mit dem noch weiter zu konkretisierenden Besucherlenkungskonzept und ergänzenden Ausgleichsmaßnahmen erhebliche nachteilige Auswirkungen auf das benachbarte schutzbedürftige Gebiet vermieden werden können.
Fazit: Aus naturschutzrechtlicher Sicht ist das Gebiet Langenberg nicht geeignet. Hier haben geschützte Arten ein Zuhause gefunden, und das soll man ihnen nicht nehmen.
Robert Herrig
Trier

Mehr von Volksfreund