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Gesellschafterversammlung der katholischen Kita gGmbH Trier

Bildung : Pandemie als enorme Herausforderung

Die Gesellschafter der katholischen Kita gGmbH Trier haben sich im Robert-Schuman-Haus getroffen.

Der Umgang mit der Corona-Pandemie, der anhaltende Fachkräftemangel und das Kita-Zukunftsgesetz des Landes waren unter anderem Themen der 21. Gesellschafterversammlung der katholischen Kita gGmbH Trier im Robert-Schuman-Haus. Bei dem jährlichen Treffen der Vertretungen aus 135 Kirchengemeinden als Gesellschafter mit Vertretern der Kita gGmbH und des Bistums als Mehrheitsgesellschafter gab Geschäftsführer Konrad Berg einen Überblick über Zahlen, Fakten und wichtige Themen der Trägergesellschaft von 151 Kindertagesstätten.

Derzeit bietet die katholische Kita gGmbH Trier Betreuungsplätze für 13 310 Kinder an, davon 68,4 Prozent Ganztagsplätze. Waren es 2007 noch 31,5 Prozent Ganztagsplätze, ist deren Zahl in den vergangenen Jahren also auf das Doppelte gestiegen – ein Trend, der sich nun laut Berg durch das Zukunftsgesetz des Landes Rheinland-Pfalz noch einmal verstärken wird. In den vergangenen Jahren sei dem­entsprechend auch die Zahl der Wirtschaftskräfte gestiegen – also Hauswirtschafts- und Reinigungskräfte sowie Köchinnen. Die Gesellschaft strebe an, möglichst in allen Einrichtungen vor Ort frisch gekochte Mahlzeiten anzubieten, sagte Berg. Er ging auch auf das große Ungleichgewicht zwischen männlichen und weiblichen Mitarbeitenden ein: Rund 94 Prozent seien Frauen und nur sechs Prozent Männer. Verstärkt beschäftigen werden sich die freien Träger von Kitas laut Berg in den kommenden Jahren mit den Vorgaben des Kita-Zukunftsgesetzes. Wenn künftig ein Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz mit durchgehender Sieben-Stunden-Betreuung gelte, ziehe das komplexe Umstrukturierungen nach sich, beispielsweise andere Personal­einsatz­pläne.

2020 sei vor allem durch den Umgang mit der Corona-Pandemie geprägt gewesen, erklärte Berg rückblickend. Mitte März mussten alle Einrichtungen der Kita gGmbH für mehrere Wochen auf Beschluss des Landes schließen. Dann galt es zu klären, welche Berufsgruppen als systemrelevant einzustufen seien und welche Kinder demzufolge einen Anspruch auf Notbetreuung hatten. „Es kam unter Eltern und Mitarbeitenden zu großen Verunsicherungen, zu erhöhter Belastung – insgesamt standen wir vor einer enormen Herausforderung, die wir aber zusammen gut gemeistert haben“, berichtete der Geschäftsführer. Umgehend wurde zu Beginn der Pandemie ein Krisenstab eingerichtet, es gab tägliche Video- oder Telefonkonferenzen, eine Corona-Mail-Adresse wurde eingerichtet, ein Frage-Antwort-Katalog erstellt, tägliche Updates auf der Website geboten.

Kitas seien aber auch Orte von Kirche und hätten eine hohe Verantwortung für das Kindeswohl, führte Berg aus. So hätten die Mitarbeitenden persönliche Telefonate mit Eltern und Kindern geführt, Fenster- und Haustürbesuche gemacht, Briefe und persönliche Grüße oder Bastelvorschläge zu den Familien gebracht. „Unsere Mitarbeitenden haben da sehr großen Einsatz gezeigt und waren beispielsweise auch bereit, über die regulären Öffnungszeiten hinaus zu arbeiten“, lobte Berg. „Die Pandemie wird uns auch künftig vor große Aufgaben stellen, aber wir sind sehr zuversichtlich, dass wir das gemeinsam weiter schaffen werden.“

Auch die Aufsichtsratsvorsitzende Mechthild Schabo, Direktorin des Bereichs Pastoral und Gesellschaft im Bischöflichen Generalvikariat, ging auf die großen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie ein. Besonders die hohe Taktung, mit der Verordnungen und Anweisungen unter hohem Druck umgesetzt werden mussten, habe den Einrichtungen viel abverlangt. Hier zeigten sich die Vorteile der Trägerstruktur mit den Möglichkeiten und der Infrastruktur, die Einrichtungen in einer solchen Krise zu begleiten und dem Auftrag der Erziehung, Bildung und Betreuung auch in dieser herausfordernden Zeit gerecht zu werden.

Mehr unter www.kita-ggmbh-trier.de