Gesucht: Autositze für Kinder und Rollstühle für Gehbehinderte

Gesucht: Autositze für Kinder und Rollstühle für Gehbehinderte

Für die zeitweise Betreuung von Menschen mit Behinderung sowie für die Kinder- und Jugendhilfe benötigen die Johanniter gebrauchte Rollstühle und Kindersitze.

Trier. In ihrer täglichen Arbeit fahren die Johanniter Trierer Kinder und Familien mit Mehrfachbelastung zu Freizeitaktivitäten oder begleiten sie zu Behördengängen oder einem Arztbesuch. Zur Sicherheit im Straßenverkehr sind genormte Kindersitze in den Fahrzeugen unerlässlich. "Doch genau da stoßen wir an die Grenzen unserer Ausstattungskapazität. Wir brauchen dringend mehr Kindersitze", informiert Detlef Nägler, Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe, und bittet um Spende von genormten Kindersitzen für die Fahrzeuge. "Wichtig dabei ist, dass sie den aktuellen EU-Prüfnormen ECE 44-03 oder 44-04 entsprechen", sagt Frank Helbing, Leiter der Johanniter-Jugendhilfe.
Benötigt werden aber auch gebrauchte Rollstühle. Denn die Johanniter befördern ebenfalls Menschen mit Behinderung und ermöglichen ihnen dadurch Mobilität im Alltag. "Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ist für sie gar nicht möglich", sagt Nägler. "Sie sind auf den Johanniter-Fahrdienst angewiesen, um zum Arzt zu kommen." Um auch den Weg vom Parkplatz in die Arztpraxis unkompliziert zu überwinden, werden dringend Rollstühle benötigt.
Seit mehr als 30 Jahren sind die Johanniter im Fahrdienst für Menschen mit Behinderung aktiv. "Die Vorstellung, nicht am Alltag teilzunehmen aufgrund körperlicher Einschränkungen, fehlt dem körperlich fitten und gesunden Menschen häufig", erklärt Daniel Bialas, Leiter Soziale Dienste der Johanniter. Es sei für sie eine Selbstverständlichkeit, mit dem Bus in die Stadt zu fahren, zu Fuß Freunde zu besuchen oder zum Einkaufen zu gehen. "Das ist für unsere Fahrgäste nicht denkbar", berichtet Bialas aus seiner achtjährigen Erfahrung. Die Johanniter befördern täglich rund 50 Menschen. Die Spenden an Rollstühlen kommen den Fahrgästen des Johanniter-Fahrdienstes zugute. red
Informationen zur Johanniter-Familienhilfe sind erhältlich bei Frank Helbing unter Telefon 0651/27090-13. Spender können Kindersitze oder Rollstühle in der Dienststelle, Loebstraße 15, in Trier abgeben. Die Sitze und Rollstühle werden auch abgeholt.
Die Johanniter-Familienhilfe in Trier verfolgt das Ziel, Kinder und Familien trotz Einschränkungen eine sinnvolle Freizeit zu ermöglichen. "Wir bieten Familien eine sinnvolle Freizeitgestaltung sowie Alltagsbegleitungen an. So waren wir beispielsweise in der vergangenen Woche mit einer Familie im Wildpark Weißhauswald", berichtet Frank Helbing, Leiter der Johanniter-Jugendhilfe. Bereits seit mehreren Jahren spenden Bürger gebrauchte Kindersitze, die noch in sehr gutem Zustand sind. Zum Teil werden auch neue Kindersitze bei den Johannitern abgegeben, um die Arbeit zu unterstützen. red