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Geteiltes Echo auf neue Pläne für das Mühlengelände

Geteiltes Echo auf neue Pläne für das Mühlengelände

Es gibt zwei interessierte Investoren, die das Ehranger Mühlengelände als Einzelhandelsstandort nutzen wollen. Das hat das Stadtplanungsamt im Ehranger Ortsbeirat erklärt, der geteilter Meinung über die Entwürfe ist. Im Gespräch ist unter anderem ein Rewe-Markt.

Trier-Ehrang. Im Jahr 2015 soll nach derzeitigem Planungsstand die Umgehungsstraße B 422 von Ehrang nach Kordel fertig sein. Nach Fertigstellung des ersten Teilstücks der B 422 in 2013 könne mit der Entwicklung des Mühlengeländes begonnen werden, sagte Rolf Weller vom Stadtplanungsamt. Er stellte die Entwürfe von zwei Investoren dem Ehranger Ortsbeirat und etlichen Bürgern vor.
Seit Jahrzehnten behandelt der Ortsbeirat weitgehend einmütig das Thema Ortsumgehung, um so den Ortskern zu beruhigen. Uneinig war das Gremium in seiner Entscheidung, welcher der beiden Investoren den besseren Entwurf biete. Das Votum des Ortsbeirates soll die Grundlage für die weiteren Verhandlungen der Stadt mit dem Investor sein.
Ortsvorsteher Günther Merzkirch (CDU) enthielt sich der Stimme. Sieben Ortsbeiräte befürworteten den Entwurf eines Projektentwicklers aus Rheinland-Pfalz, der laut Weller bereits in Trier gebaut und ein international renommiertes Architekturbüro als Partner habe.
Jürgen Berg und Christel Neu (beide CDU) stimmten für den Alternativentwurf eines Privatinvestors. Sechs Ortsbeiräte - darunter vier der CDU - fehlten.
Denkbar sei unter anderem die Ansiedlung eines Rewe- oder Edeka-Marktes, meinte Weller. Das Rewe-Unternehmen habe zugesagt, im Falle eines Zuschlags den derzeitigen Rewe-Markt an der Stadtmauer bis zur Neueröffnung im Mühlengelände fortzuführen.
Auf einer Gesamtfläche von 5400 Quadratmetern sind 1500 Quadratmeter für den Einzelhandel geplant. Der Markt sieht Glasfronten, Wohneinheiten und aufgelockerte Dachflächen vor. Außerdem soll in einem rückwärtigen Flachgebäude ein Drogeriemarkt entstehen. Ein Parkplatz mit Bäumen bietet 100 Stellplätze.
Die Nutzung der historischen Villen in der Nähe steht noch nicht fest. Das Investitionsvolumen liegt nach Angaben von Weller bei rund neun Millionen Euro. Zwecks Vermeidung von "Dreckecken" soll die Stadt einige Änderungswünsche des Ortsbeirats zu Wegeführungen und Gebäudeabständen aufnehmen. gsb