Gilbert Felten ist tot
Gilbert Felten, einer der profiliertesten Trierer Kommunalpolitiker und mehr als 20 Jahre lang Stadtratsmitglied für die CDU, ist am Samstag im Alter von 72 Jahren verstorben.
Trier. (fcg) Noch im Mai dieses Jahres war Gilbert Felten hoffnungsfroh, sich schon bald wieder jener Aufgabe widmen zu können, die er mit großem ehrenamtlichem Engagement betrieben hatte: "Ich komme wieder", sagte Felten im Gespräch mit dem Trierischen Volksfreund und bezog sich damit auf seine kommunalpolitische Tätigkeit. Letztlich war ihm das leider nicht mehr vergönnt. Er starb am Samstag an den Folgen einer schweren Krankheit.
Gilbert Felten war beruflich 42 Jahre lang bei der Rechtsanwaltskanzlei Gerhard König aktiv. Dem Trierer Stadtrat gehörte er seit 1984 an. Sein Wort hatte Gewicht, und das nicht nur, weil er seit 1989 im CDU-Fraktionsvorstand und zuletzt stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion war. Er vertrat die Union auch in wichtigen Ausschüssen und Aufsichtsratsgremien. Der aus dem saarländischen Mettlach stammende und seit 1962 in Trier-Süd lebende Kommunalpolitiker war ein ausgewiesener Experte in den Bereichen Bauen, Stadtplanung und Verkehr. Legendär sind seine Diskussionsbeiträge im Stadtrat. Mit dem Grünen Clement Atzberger lieferte er sich in Sachen Verkehr hitzige Gefechte. Felten war kein Mann der großen Worte, aber seine Worte ließen stets nichts an Deutlichkeit zu wünschen übrig. Er erwarb sich über die Parteigrenzen hinweg große Achtung und Anerkennung. Sein größter Traum war es, Ortsvorsteher im von SPD und Grünen dominierten 9500-Einwohner-Stadtteil Trier-Süd zu werden. Er verpasste den Ortschef-Posten bei den Kommunalwahlen jedoch mehrfach denkbar knapp, einmal fehlten ihm lediglich 18 Stimmen. sw