Gipfel des Anspruchsdenkens

Der Artikel und der Kommentar haben mich schockiert. Wie kann man als Redakteurin einer seriösen Zeitung solch eine Position einnehmen - gibt es noch eine Möglichkeit, diesen Gipfel des Anspruchsdenkens zu toppen?

Viele Mitarbeiter der Firma, bei der ich beschäftigt bin, müssen mit wenig Lohn auskommen, und sie bescheiden sich bei der Größe ihrer Wohnung, manche wohnen mehr als beengt. Drei Personen und ein Baby - vier Zimmer, Küche und Bad, finanziertvon der Allgemeinheit, müssen es schon sein, immerhin müssen ja auch noch zwei große Kaninchenkäfige untergebracht werden. Und auch die Lage muss stimmen: im Erdgeschoss und natürlich in der Innenstadt, wo die Mietpreise pro Quadratmeter - wie sollte es anders sein - am höchsten sind. Drei Jahre habe ich selbst in Trier-West gewohnt. Ich habe mich dort wohl gefühlt und keineswegs Schaden genommen. Die Überheblichkeit, mit der hier Wohnraum ausgeschlagen wird, sucht seinesgleichen. Man mag nur hoffen, dass nicht alle Bedürftigen, denen wirklich geholfen werden muss, durch diesen Beitrag in ein schlechtes Licht gerückt werden. Frank Birkhäuer, Trier