Glaube im Alltag : Es tut mir so leid!

Liebe Menschen,

es tut mir so leid! Es zerreißt mir das Herz – eure Schmerzen, eure Tränen, eure Fragen. Als ich euch die Augen gegeben habe, da habe ich mir gewünscht, dass ihr die Schönheit der Welt sehen werdet. Alle Farben der Blumen und 47 Töne Grau. Verletzte Menschen solltet ihr nicht sehen müssen. Als ich euch die Ohren gegeben habe, da hab ich an die sanften Töne des Windes in den Bäumen gedacht und das fröhliche Gluckern von Wasser - nicht an verzweifelte Schreie. Als ich euch die Hände gegeben habe, da habe ich gehofft, dass ihr euch aneinander festhaltet, nicht dass ihr loslassen müsst. Als ich eure Herzen gemacht habe, da dachte ich, wie schön, es ist, wenn sie vor Freude hüpfen. Jetzt schlagen sie schwer.

Licht und Finsternis …

Ach, ihr, meine lieben Menschen! In Licht und Finsternis bin ich bei euch. Ich gehe nicht weg. Ich bin da. Ich höre euch, ich sehe euch, ich fühle euch. Ich bin da. Die, die gestorben sind, haben Raum bei mir. Und ihr, die ihr lebt, ihr auch! Ihr könnt schreien und weinen und fragen, verdrängen, wüten oder leer sein – ich bin da. Ich bin da in der Finsternis. Und ich werde noch da sein, wenn – ganz zaghaft noch – das erste Lächeln wieder scheint.

Ich bin da.

Euer Gott