Glaube im Alltag : Trost von Gott

An diesem Wochenende, am 3. Adventssonntag, auch Sonntag „Gaudete – „Freuet euch“ genannt, nähern wir uns dem Weihnachtsfest. In die Wüsten und Dunkelheiten unseres Lebens hinein spricht Gott Worte des Trostes und der Zuversicht.

 Die Sehnsucht nach Trost, nach Gerechtigkeit und Frieden, ist nach meinem persönlichen Empfinden nie größer als in diesen Wochen des Advents. Angst, Unsicherheit hat viele Gesichter und ist in unserem Alltag allgegenwärtig.

Wir spüren es zurzeit durch die Corona-Epidemie, vor allem durch die Amokfahrt am 1. Dezember in unserer Heimatstadt Trier. Stress, Druck, Krankheit, Sorgen und Unsicherheiten machen uns Angst.

Ich selbst habe vor kurzem eine Durststrecke zurücklegen müssen, wo Dunkelheit mich umgeben hat.

Wir merken, wie schnell ein Leben aus der Bahn gerissen wird. Ich sehe Menschen vor mir, die Tag für Tag mehr in die Einsamkeit hineingeraten. Ich blicke in Gesichter jener, die immer noch untröstlich sind über den Verlust eines lieben Menschen. Oder die von einem Schicksalsschlag getroffen sind. Und doch spüren wir die Sehnsucht nach dem Kommen des Herrn.

In einem schönen Adventslied singen wir: „O komm, o komm Emanuel, mach frei dein armes Israel“ oder „Wo bleibst du Trost der ganzen Welt“? Die restlichen Wochen und Tage bis hin zum Weihnachtsfest könnten uns einladen um innezuhalten, um uns neu zu besinnen auf das, was uns trägt und hält. Was unserem Leben Richtung und Halt gibt.

Gehen wir freudig dem Weihnachtsfest entgegen, erinnern wir uns froh an die Botschaft der Weihnacht, denn Gott wird Mensch in Jesus Christus und schenkt uns allen Liebe, Trost, Hoffnung und Zuversicht. 

Edwin Prim,

Pfarrer in Schleidweiler