glaube im alltag

Richtig gelesen! Keine Sorge, das ist keine Aussage über die Intelligenz, so unverschämt bin ich nicht. Vielmehr meine ich: Fangen Sie an zu strahlen! Dazu ist eine Adventskerze praktisch.

Die macht wärmeres Licht als LEDs. Schauen Sie bei Kerzenlicht mal in ein vertrautes Gesicht. Das wirkt anders. Weicher. Manchmal erkennt man dann auch die im Alltag versteckten anderen Ge-sichtszüge. Die zarten. Oder Sie schauen sich selbst so an im Spiegel, das habe ich gemacht. Ich sehe mich, wie ich bin. Schön. Ich kann sogar meine Macken weicher sehen. In diesem warmen Licht erscheint meine Sehnsucht nach Ruhe in allem Stress und meine Trauer über das Nichtgelungene leichter. Ich sehe auch das Strahlen, wenn es gut läuft und Spaß macht. Werden Se mal helle - so ist das gemeint. Kann sein, dass Ihnen ein Licht aufgeht wie mir. Ich fühle: Dieses Jahr mache ich es anders. Weniger Stress. Warum nicht das Praktische mit dem Notwendigen verknüpfen? Statt Freundinnen einzeln zu besuchen, treffen wir uns gemeinsam und backen nebenbei die Plätzchen, die jede braucht. Für die Weihnachtspost gibt es eine Liste - täglich eine Karte ist leichter als alle auf den letzten Drücker zu schreiben. Am Morgen etwas eher aufstehen, um Ruhe für mich und Gott zu haben. Im Advent darf ich mich ändern, mit mir ins Reine kommen. Ich werde ruhiger, und das strahlt nach außen: Ich bin heller für mich und andere. Übrigens, auf den Gedanken hat mich Jesaja gebracht mit seinem "Mache dich auf und werde licht, denn dein Licht kommt." Ich darf helle werden, mich Gott entgegenfreuen und damit ändern. Das passt, ist der Advent doch eine Bußzeit, also Veränderungszeit. Und Jesajas Kurzform ist für mich: Werd mal helle! Pfarrerin Vanessa Kluge, Ev. Kirchengemeinde Ehrang