Glaube im Alltag

Darf ich Ihnen "Hannes Strohkopf" vorstellen? Es handelt sich um eine wunderbare Geschichte von Kinderbuchautor Janosch. Hannes ist ein verträumter Junge, der nicht gerne in die Schule geht.

Seine Leistungen sind nicht die besten, und von anderen Mitschülern wird er schon mal gerne ausgelacht. Allerdings hat Hannes einen Onkel, der in Amerika wohnt. In seiner Not wendet er sich an ihn und schreibt ihm. Gespannt wartet er auf die Rückantwort und die damit verbundene Hilfe. Dieser schickt ihm ein Zauberpulver. Wenn nun Hannes dieses Zauberpulver verwendet, erscheint ein unsichtbarer Indianer, der Hannes zur Seite steht. Er schenkt ihm den verloren gegangenen Mut und sein Selbstvertrauen zurück, so dass er wieder selbstbewusst seinen Weg weitergehen kann. Mich fasziniert diese Handlung, weil sie auf einfache, verständliche Weise verdeutlicht, dass man eigentlich viel mehr kann, wenn man nur an sich selbst glaubt. Vor einigen Wochen hat die Schule begonnen. So mancher Erstklässler wird vielleicht denken: Wäre ich nur im Kindergarten geblieben! Es mag Fünftklässler geben, die sich mit den Fremdsprachen oder den vielen neuen Fächern schwertun. Oberstufenschülerinnen und -schüler sind noch nicht in das neue Kurssystem hineingekommen, weil alles noch fremd und kompliziert ist. Bei anderen läuft es im Studium oder auf der Arbeit nicht rund ... Ich möchte mit meinen Zeilen Mut machen. Auch wir Christen haben einen unsichtbaren Begleiter, den Heiligen Geist. Er ist immer da und umgibt uns. Er ist Motor und Antrieb unseres Lebens. Manchmal können wir ihn hören und spüren, obwohl wir ihn nicht sehen. Im Buch Ezechiel heißt es: "Stell dich auf deine Füße, Menschensohn! Als er das zu mir sagte, kam der Geist in mich." Möge Gottes Geist uns Sicherheit schenken, damit nicht die Unsicherheit Übermaß nimmt. Rüdiger Glaub-Engelskirchen Gemeindereferent, St. Franziskus Hermeskeil