Glauben im Alltag : Der Glaube als Kompass

Die Schule hat wieder begonnen. Es konnten erste Erfahrungen gemacht werden mit einem Regelbetrieb unter Corona-Einschränkungen.

Alles ist gut vorbereitet und auf größtmögliche Sicherheit ausgerichtet. Aber wie verhält es sich außerhalb des Schulgebäudes? Wo bleibt die Sicherheit, wenn Kinder und Jugendliche nach Schulschluss in einer langen Schlange dicht gedrängt zur Bushaltestelle strömen und sich dort drängeln, so wie früher?

Als ich eine solche Situation beobachtete wurde mir bewusst, dass das beste Schulkonzept nicht wirklich schützen kann, wenn außerhalb die Vorsichtsmaßnahmen nicht konsequent umgesetzt werden.

Vorsicht und konsequente Umsetzung von Abstands- und Hygieneregeln sind vonnöten wo auch sonst viele zusammen kommen, wie zum Beispiel im Urlaub oder bei Feiern.

Es kommt darauf an, dass Menschen in jeder Lebenslage überlegen: Welche Folgen hat mein Tun und Lassen für mich und für andere? Was selbstverständlich erscheint, ist es nicht. Viele sind so verunsichert, dass sie nicht mehr wissen, wem sie glauben sollen. Die einen leugnen die Gefährlichkeit des Coronavirus, die anderen warnen vor der 2. Welle.

Eine Hilfe ist der richtige „Kompass“. Für mich ist der Glaube der Kompass, der mir die richtige Richtung im Leben anzeigt. Dazu zählt, Gott und die Mitmenschen zu achten. Daraus folgt, dass ich selbst denke und eine eigene Haltung entwickle. Das hilft mir allgemein in den Höhen und Tiefen des Lebens.

In der Corona-Zeit erleichtert es mir, die Regeln gerne einzuhalten, meine Zuversicht auf Gott zu setzen, und nach vorne zu schauen.


Elke Füllmann-Ostertag, Pfarrerin, Börfink