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Gleich mehrere Radunfälle an einem Tag in Trier

Unfälle : Wenn Autofahrer kurz nicht aufpassen

Gleich drei Trierer Radfahrer sind am Dienstag unabhängig voneinander auf Triers Straßen  hauptsächlich aufgrund der Fehler anderer verletzt worden.

Bereits am frühen Morgen war ein Radfahrer in der Domänenstraße übersehen worden, als ein PKW-Fahrer nach links in die Schönbornstraße abbiegen wollte und der Radfahrer ihm auf der Kreuzung entgegenkam.

Die Folgen der Kollision waren ein gebrochener Brustwirbel sowie Platzwunden am Kopf des Radfahrers. Diesem musste die Polizei allerdings auch einen Vorwurf machen, denn am Rad war kein Licht montiert.

Der Kreuzungsbereich ist jedoch gut ausgeleuchtet und die Dämmerung hatte auch bereits eingesetzt.

Wenig später kam auf Höhe der Einfahrt zum Konstantin-Parkplatz ein weiterer Radfahrer zu Fall, als die vor ihm fahrende PKW-Fahrerin nach rechts auf den Parkplatz abgebogen war und den Radfahrer dabei übersehen hatte. Dabei kam es zwar nicht zur Kollision zwischen den Fahrzeugen, aber die Vollbremsung des Radfahrers endete jäh in einem Sturz. Auch dabei waren eine Kopfplatzwunde und eine Prellung des Handgelenkes die körperlichen Folgen.

Den dritten Radunfall binnen weniger Stunden nahm die Polizei Trier in den Mittagsstunden in der Saarstraße auf. Dort hatte ein Autofahrer beim Öffnen der Fahrertür am rechten Fahrbahnrand den sich von hinten nähernden Radfahrer komplett übersehen, so dass der Radfahrer in die Tür krachte.

Dabei waren die Folgen für den Radfahrer mit viel Glück nur glimpflicher Natur: Rückenprellung und Schürfwunden.

Leider verzeichnet die Polizei nach eigener Aussage immer wieder Unfälle mit teils gravierenden Folgen für die sogenannten verkehrsschwachen Personen. Oftmals sind die Hauptverursacher fahrlässig handelnde Autofahrer, die aufgrund mangelnder Aufmerksamkeit Radfahrer übersehen oder falsch agieren.

Man könne aber keineswegs die Schuld nur den Autofahrern  in die Schuhe schieben, denn auch der Polizei sei bekannt, dass es viele Radfahrer gibt, die durch aggressives und rücksichtsloses Fahrverhalten Konflikte im öffentlichen Verkehrsraum provozieren und damit viel Unmut beim motorisierten Verkehrsteilnehmer auf sich ziehen.

Nicht zuletzt im Hinblick auf die Ausweitung des lokalen Radverkehrsnetzes (beispielsweise des temporären Schutzstreifens in der Christophstraße) kündigt die Polizei Trier vermehrt Kontrollen im Stadtgebiet an, um dem erkannten Problem entgegenzutreten und auch beidseitig für Verständnis zu werben.

Unter die Rubrik „selbst schuld“  fällt der letzte aufgenommene Unfall mit Personenschaden. Zwar ordnungsgemäß zugelassen, aber entgegen der vorgegebenen Fahrtrichtung war der Fahrer eines E-Scooters auf der Moltkestraße in Richtung Thebäerstraße unterwegs. Da er sich für einen kurzen Moment nicht auf seine Fahrlinie konzentriert hatte, kam er den links geparkten Autos gefährlich nahe.

Als er dies erkannte, verriss er im Schreck seinen Lenker und kam mitten auf der Fahrbahn nach einem Sturz zum Liegen.

Die Schürfwunden im Gesicht sowie eine Platzwunde hätte er sich laut Polizei womöglich sparen können, wenn er denn einen Helm getragen hätte.