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Einzelhandel
Globus-Diskussion im Stadtrat Trier – Schwarz-Grün setzt sich durch

FOTO: Rainer Neubert
Trier. In der letzten Sitzung des amtierenden Stadtrats hat die Mehrheit des Gremiums ein sofortiges Prüfverfahren bei der Landesbehörde SGD Nord verhindert. Nun wird die Verwaltung zunächst mehrere Alternativstandorte intensiv prüfen. Von Rainer Neubert
Rainer Neubert

Alle Fraktionen im Stadtrat wollen ein Globus-Warenhaus in Trier. Über den Weg zu einer definitiven Entscheidung gibt es aber unterschiedliche Meinungen. Nach intensiver Diskussion hat der Stadtrat am Mittwochabend mit großer Mehrheit – auch den meisten Stimmen der SPD – der Verwaltungsvorlage zugestimmt. Demnach wird mit dem Antrag auf ein Zielabweichungsverfahren für die Ansiedlung eines Globus-Warenhauses in Trier gewartet, bis die Stadtverwaltung den von der Firma favorisierten Standort (siehe Grafik) und Alternativstandorte im Stadtgebiet geprüft und verglichen hat. Gleichzeitig sollen nach der Kommunalwahl wesentliche Teile des Entwurfs für die Fortschreibung des Einzelhandelskonzepts diskutiert werden. Konkret geht es dabei darum, ob in Zukunft in Ausnahmefällen die großflächige Ansiedlung von Firmen auch außer­halb der Innenstadt erwünscht sein soll, die mit ihrem Warenangebot in Konkurrenz zu den Geschäften in der City treten.

Ein Antrag von SPD, FDP und UBT, sofort das Zielabweichungsverfahren für das Globus-Grundstück bei der Landesbehörde SGD Nord zu beantragen, war davor trotz Unterstützung durch AfD, Piratin und Oberbürgermeister mit 27 zu 21 Stimmen abgelehnt worden.

Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) hatte sich für diese schnelle Prüfung eingesetzt. Er konnte sich damit im Stadtvorstand nicht gegen die Dezernenten Elvira Garbes (Bündnis 90/Die Grünen), Andreas Ludwig (CDU) und Thomas Schmitt (CDU) durchsetzen (TV vom 11. April). Ausführlicher Bericht folgt.

FOTO: TV / Schramm, Johannes