Viezjupp: Glück auf Knopfdruck

Viezjupp : Glück auf Knopfdruck

Maju, das Ding war doch früher nie da, hab ich gedacht, als ich am Mittwoch mit meinem Fahrrad über den Domfreihof fuhr und eine silberne Säule sah. Was soll das denn sein? Geht’s dem Theater wieder so schlecht, dass die Stadt jetzt sogar Radfahrer und Fußgänger blitzt?

Aber dann hab ich nicht schlecht gestaunt, als Wasser rauskam – das ist ein Trinkwasserspender! Super Idee, finde ich, aber das wurde einfach nicht zu Ende gedacht.

Ich machte die Augen zu und fing an zu träumen: Es ist Samstag, früher Abend, ich habe den ganzen Tag schwer im Garten geschafft, warm ist es, so warm, die Kehle so trocken. Ich biege auf den Domfreihof ein, jetzt sofort Viez trinken – ich könnte mir nichts Schöneres vorstellen. Ihr ahnt es sicher: Ich fordere hiermit den ersten öffentlichen Viezspender! Da kann dann jeder seine Porz mitbringen oder – wie im Schlaraffenland – den Mund einfach an den Viezstrahl halten. Ja, so stelle ich mir den Himmel vor!

„Jupp“, ruft meine Bärbel, als sie mich mit geschlossenen Augen selig grinsen sieht, „was träumst du denn da am helllichten Tag vor dich hin? Die Gartenarbeit wartet nicht!“ Ach, jetzt weiß ich wieder, was mir außer Viez auf Knopfdruck fehlt. Ein Bärbellein, das auf Knopfdruck leise wird.

Nun ja, man kann nicht alles haben, aber man darf alles träumen, findet euer Jupp

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