Glücks-Kleeblatt aus Quint

TRIER/LUDWIGSHAFEN. Riesenerfolg für vier Jungen aus der Schach-Arbeitsgemeinschaft (AG) der Grundschule Quint: Sie sind seit dem Wochenende rheinland-pfälzische Landesmeister.

Seit rund zwei Jahren gibt es an der Grundschule Quint eine Schach-AG, die von acht bis zehn Schulkindern regelmäßig besucht wird. Die AG wird betreut von Elli Hitmy, der in 16 Trierer Schulen Schach-Arbeitsgemeinschaften hauptamtlich betreut. "Konzentration, räumliches und logisches Denken, den ersten Schritt vor dem zweiten machen": Das sind die Vorteile, die Hitmy dem Schach zuschreibt. Und: "Man wird nirgendwo so schnell bestraft für falsches Denken wie beim Schach", glaubt er. Fehler hatten sich die vier Trierer Teilnehmer bei der rheinland-pfälzischen Schach-Meisterschaft, die am 10. März in Ludwigshafen stattfand, in dem sechsstündigen Wettkampf offenkundig nicht erlaubt. Zwei bis drei Stunden Training am Tag

Es sei schon schwer gewesen, weil weitere gute Mannschaften teilgenommen hätten, erinnert sich der Viertklässler Daniel Stremmer. Er ist einer von den vier Jungen, die nun Schachmeister sind. Viel ist aus dem Kleeblatt während einer Übungseinheit in der Quinter Grundschule nicht herauszubekommen - wichtiger als das Beantworten neugieriger Fragen ist unverkennbar das Schachspielen. "Fast wie Sudoku", vergleicht Ronaldo Kasel (vierte Klasse) Schach und Rätsel, während sein Bruder Mario (erste Klasse) und der Viertklässler Hendrik Obertreis unbeirrt weiterspielen. Kein Wunder: Jeden Tag spielen sie zwei bis drei Stunden Schach, verrät Hitmy. Zudem seien sie im Schachklub Trier-Süd engagiert. Der angenehme Nebeneffekt des Schachs sind gute Noten, besonders in Mathe, bestätigt auch der stellvertretende Schulleiter, Rüdiger Birkel. Für ihn ist der Erfolg der Schach-AG keine große Überraschung. Schließlich war sie schon die beste von 23 Trierer Grundschulen. Die nächste Hürde nimmt die Quinter Schach-AG im Frühjahr bei der Deutschen Meisterschaft.