Goldgräberstimmung in Föhren

Goldgräberstimmung in Föhren

Der Industriepark Region Trier (IRT) in Föhren steht wirtschaftlich auf einer soliden Basis. In der jüngsten Verbandsversammlung wurde ein erster Nachtragshaushalt 2008 verabschiedet, der das beste Wirtschaftsergebnis seit Jahren aufweist.

Föhren. Die guten Ergebnisse gehen in erster Linie auf die verstärkten Firmen-Neuansiedlungen in Föhren zurück. Als Beispiel genannt wurde die gerade begonnene Ansiedlung der Trierer Ehm Display + Verpackungs GmbH auf dem Gelände. "Sowohl die Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung als auch die Erlöse aus Grundstücksverkäufen haben einen neuen Höchststand erreicht", erklärte IRT-Geschäftsführer Reinhard Müller.

Dieser erste Nachtragshaushalt stelle das beste Wirtschaftsergebnis des vergangenen Jahres dar. Auch die Vorgaben für 2009 seien bisher positiv. Den Verbandsmitgliedern könne eine 20-prozentige Senkung der Verbandsumlage in Aussicht gestellt werden, was bei den am IRT beteiligten Städten, Kreisen, Verbands- und Ortsgemeinden zu einer Haushaltsentlastung führe. Die wichtigsten Eckdaten des nach dem Doppik-Verfahren geführten Nachtragshaushalts: Die Einnahmen aus dem Ergebnishaushalt (früher Verwaltungshaushalt) steigen gegenüber dem ursprünglichen Ansatz um rund 76 000 Euro.

Dank der Haushaltslage steigen auch die Zinseinnahmen aus Geldanlagen um rund 9500 Euro. Moderat sind hingegen die erwarteten Mehrausgaben von rund 18 000 Euro, was unter dem Strich zu einer Verbesserung um 57 000 Euro führt. Im investiven Bereich (früher Vermögenshaushalt) erhöhen sich die Einnahmen um rund 1 609 000 Euro. Dies geht zurück auf höhere Grundstückserlöse sowie auf Zuschüsse für die Erschließung neuer Flächen.

Auch mittlere Unternehmen sollen ansässig werden



Die Ausgaben - insbesondere für zusätzliche Grundstückskäufe - steigen um rund 1 012 000 Euro, woraus sich per Saldo im investiven Bereich ein Überschuss von rund 855 000 Euro ergibt. Auch die von den Rechnungsprüfern vorgestellte Jahresabrechnung 2007 zeigte ein positives Bild. Dem 2007 amtierenden Vorstand und der Geschäftsführung wurde einstimmig die Entlastung erteilt.

Der turnusmäßig amtierende Verbandsvorsteher Günther Schartz, Landrat des Kreises Trier-Saarburg, nannte den Haushalt "ein Zeichen für die erfolgreiche Umsetzung des IRT-Projektes". Einstimmig beschlossen wurden auch die zweite Änderung des IRT-Bebauungsplans und dessen erneute Offenlage. Wegen entsprechender Nachfrage ist vorgesehen, einen Teil der ursprünglich für die großflächige Industrieansiedlung festgeschriebenen Flächen für die Ansiedlung von mittleren Unternehmen umzuwidmen.

Der geänderte Bereich, der künftig in kleinere Parzellen aufgeteilt werden soll, umfasst ein Arreal von rund 20 Hektar. Ein weiterer Tagesordnungspunkt, über den noch berichtet wird, betraf die Verlegung der L 141 von Schweich nach Hetzerath.