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Gottes Segen für die Seniorenresidenz  St. Peter in Trier-Ehrang

Pflege : Gottes Segen für die Seniorenresidenz  St. Peter

Die neue Einrichtung in Ehrang schafft mehr als 150 Pflegeplätze. Das Mutterhaus und die Creatio-Gruppe kooperieren eng.

Für Ehrang, die Fidei und die benachbarten Orte an der Mosel war es ein großer Tag. Das zeigte sich beim „Tag der offenen Tür“ der neuen Seniorenresidenz St. Peter am Freitag nicht nur in der Resonanz der Besucher am Nachmittag.

Auch bei dem offiziellen Festakt in der nagelneuen Caféteria am Vormittag waren viele Gäste dabei. „Unser Ort gleicht einem Puzzle“, fasste Ortsvorsteher Bertrand Adams die Situation sprachlich in ein Bild. „Stück für Stück entsteht Ehrang neu. Die Seniorenresidenz St. Peter ist aber ganz sicher mehr als ein Puzzlestück. Sie ist ein Leuchtturm.“

Seit dem Spatenstich für das knapp 17 Millionen Euro teure Bauprojekt im September 2017 sind 28 Monate vergangen. Wie komplex der Bau eines solchen Gebäudes ist, konnten die Gäste der Einweihung anhand einer Bilderpräsentation in Dauerschleife verfolgen. 156 Pflegeplätze verteilen sich dort auf sechs Etagen. Zusätzlich wurden sechs barrierefreie Wohnungen für Senioren gebaut. Die Belegung hat bereits vor einigen Wochen begonnen. Sie werde Schritt für Schritt erfolgen, erläuterte Torsten Manikowski, Geschäftsführer der Creatio-Gruppe. 450 Menschen arbeiten derzeit bei dem größten regionalen Anbieter von stationären Pflegeeinrichtungen in der Region. „Wir wollen weitere 100 Mitarbeiter einstellen.“

Dass Creatio dabei auch auf junge Menschen setzt, zeigt sich im Führungsteam der neuen Seniorenresidenz, die eng mit dem benachbarten Mutterhaus Ehrang kooperiert. Thomas Eibel führt das neue Haus. Seine Ausbildung zum Krankenpfleger absolvierte er vor wenigen Jahren im Mutterhaus Trier. „Dies ist ein Ort der Toleranz“, lautet sein Credo. Das gelte für die derzeit 43 Mitarbeiter ebenso wie für die Bewohner und Gäste. Der Hashtag #wirsindvielfalt auf den Flyern und in den sozialen Netzwerken verdeutlicht dieses Versprechen ebenso wie das Motto auf dem Logo der Einrichtung: „Nähe. Vertrauen. Und die Sonne im Herzen.“

Neben der vollstationären Pflege bietet St. Peter auch die Kurzzeitpflege und die Verhinderungspflege an. Schwerpunkte liegen zudem in der Versorgung von Menschen mit Demenz, in der Intensivpflege und der palliativen Betreuung sterbenskranker Menschen. Von den Synergien mit der benachbarten Klinik profitieren beide Einrichtungen. Betriebskosten werden so gesenkt. Wie das möglich ist, zeigt die bereits Anfang des Jahres eröffnete Cafeteria, die auch für Patienten, Personal und Besucher der Klinik offensteht.

Die inzwischen etablierte enge Zusammenarbeit zwischen dem Mutterhaus und der Creatio-Gruppe zeigt sich zudem in der verabredeten Zusammenarbeit bei der geänderten Ausbildung für den Pflegeberuf, die nicht mehr zwischen Kranken- und Altenpflege unterscheidet.

Nach Grußworten durch SPD-Landtagsabgeordnete Ingeborg Sahler-Fesel und dem zweiten Beigeordneten des Kreises Trier-Saarburg, Helmut Reis (FWG), erhielt die neue Einrichtung den kirchlichen Segen durch Pfarrerin Vanessa Kluge und Krankenhausseelsorger Bernhard Zöllner. Creatio-Geschäftsführer Torsten Manikowski, der sich selbst als „Ehranger Jung“ bezeichnet, blieb es zudem nicht erspart, wie beim Spatenstich, seine gesanglichen Qualitäten unter Beweis zu stellen und das Ehranger Lied anzustimmen. Spätestens jetzt wurde klar, welche der Gäste nicht aus dem Ort stammen.