Grab auf der Wiese

TRIER. (ik) Auf städtischen Friedhöfen sind demnächst auch Beisetzungen in Rasengrabfeldern und Urnengemeinschaftsgräbern möglich, das städtische Museum heißt künftig Stadtmuseum und wird deutlich teurer, und drei Ausschüsse erhalten neue stellvertretende Mitglieder: Das hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

Auf Haupt-, Süd- und Westfriedhof sind künftig alternative Bestattungsformen erlaubt. Der Stadtrat hat eine Satzungsänderung beschlossen, nach der Verstorbene künftig in Rasengräbern beerdigt werden können. Ein Grabstein zeigt dabei die Lage der Ruhestätte auf einer Wiese an. Möglich werden auch Bestattungen in Urnen-Gemeinschafts-Anlagen: Dabei erhalten bis zu 20 Verstorbene ein gemeinsames Grabmal. Beide Grabformen werden vom Grünflächenamt gepflegt. Hintergrund für das neue Angebot ist, dass oft kein Verwandter in der Nähe wohnt, um sich um das Grab zu kümmern. Zudem können sich seit dem Wegfall des Sterbegeldes viele Familien kein klassisches Begräbnis mehr leisten. Bisher blieb dann nur eine anonyme Bestattung. Weiterer Beschluss: Das Städtische Museum Simeonstift heißt künftig Stadtmuseum Simeonstift. Die Öffnungszeiten werden eine Stunde nach hinten verlegt, die Exponate sind damit dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr zu sehen. Am ersten Dienstag im Monat ist bis 21 Uhr geöffnet, am ersten Sonntag ist der Eintritt frei. Das dürfte ein viel genutztes Angebot werden, denn die Preise steigen: Der Eintritt für Erwachsene kostet künftig fünf Euro (bisher 2,60 Euro), Schüler und Studenten zahlen 3,60 Euro (1,50), für die Familienkarte werden acht Euro (6,10) fällig. Kinder unter zehn Jahren zahlen weiter nichts. Für Sonderausstellungen wird kein gesonderter Eintritt mehr erhoben. Außerdem votierte der Rat für neue stellvertretende Mitglieder in drei Ausschüssen: Silke Reinert und Joachim Gilles rücken in den Schulträgerausschuss nach, erneut Silke Reinert, Paul Becker und Helge Schoenewolf in den Jugendhilfeausschuss sowie Gudrun Backes in den Rechtsausschuss.