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Grabsymbol in der Kirche St. Antonius Trier

Glaube : „Raus aus den Gräbern unserer Einsamkeit“

Die Tradition der Grablegung wurde trotz und gerade wegen der Corona-Pandemie fortgesetzt.

(red) In der Fastenzeit hat die polnische Pfarrei Trier das Projekt „Das Grab Jesu“ mit einer Gruppe von Ehrenamtlichen der Diakonie St. Hedwig (eine polnisch-deutsche Zusammenarbeit zwischen der Innenstadtpfarrei Liebfrauen und der polnischen Gemeinde Trier) umgesetzt.

Dazu sammelte die Gruppe unter der Leitung von Pfarrer Damian Widera und Pastoralreferentin Eva Steliga Ideen, wie das Grab, das am Ostersonntag leer ist und somit für die Auferstehung Jesu steht, auch unter Corona-Bedingungen für Karfreitag in der Kirche Sankt Antonius aufgebaut werden kann.

Deutsche und polnische Kinder und Erwachsene beteiligten sich an dieser Tradition der Grablegung, die es als Brauch auch im Bistum Trier gibt. Dabei wird eine symbolische Grablege in der Kirche errichtet. Während der Karfreitagsliturgie trägt der Priester das Kreuz zu diesem Grab und legt es dort nieder. Auch für die polnische Gemeinde gehört diese Tradition zu Ostern. Als zeitgemäßes Motto für die Zeiten der Corona-Pandemie wählte die Gruppe die Überschrift „Raus aus den Gräbern unserer Einsamkeit“.

Für viele sei die derzeitige Situation nicht nur im wirtschaftlichen, sondern auch im psychischen Sinne schwer, so Pfarrer Widera. „Daher wollen wir das Zeichen setzen, dass wir sie gemeinsam im Glauben verbunden leichter durchstehen können.“