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Gräber und Grundstücke werden teurer

Farschweiler. Um ihre Einnahmen zu verbessern und die Friedhofskosten zu decken, hat die Ortsgemeinde Farschweiler ihre Steuer für bebaubare Grundstücke und ihre Grabgebühren angehoben. Beides habe die Kommunalaufsicht ausdrücklich gefordert, betonte Ortsbürgermeisterin Silke Bigge im Gemeinderat.

Farschweiler. Mit der Gemeinde Farschweiler geht es finanziell langsam bergauf. Das war eine Erkenntnis der Beratungen über den Doppelhaushalt 2012/2013 im vergangenen September. Demnach sollen die Schulden der Ortsgemeinde von 660 000 Euro (Anfang 2012) auf knapp 400 000 Euro zum Jahresende 2013 sinken.
Damit die positive Entwicklung der Finanzen anhält, muss die Gemeinde aber auch ihre Einnahmen verbessern. Dazu hat der Gemeinderat in seiner zurückliegenden Sitzung einstimmig beschlossen, die Hebesätze für die Steuer auf bebaute und bebaubare Grundstücke von 350 auf 400 Prozentpunkte anzuheben. Dies sei eine Forderung der Kommunalaufsicht bei der Kreisverwaltung Trier-Saarburg, erläuterte Ortsbürgermeisterin Silke Bigge dem Rat. "Wir müssen sämtliche Einnahmemöglichkeiten ausschöpfen." Da die Grundsteuer B in Farschweiler im landesweiten Vergleich "im unteren Bereich" gelegen habe, sei die Gemeinde "gezwungen, sie schweren Herzens anzupassen", sagte Bigge.
Deutlich teurer werden künftig auch die Friedhofsgebühren in Farschweiler. Deren Erhöhung beschloss der Rat ebenfalls einstimmig. Dieser Schritt sei "leider notwendig", erklärte die Ortsbürgermeisterin, damit in Zweckgemeinschaft mit der Ortsgemeinde Herl "auf dem Friedhof wieder kostendeckend gearbeitet werden kann". Zudem lägen die Gebühren in Farschweiler noch "auf dem Mindestniveau von 1995".
Reihengrab kostet 70 Euro mehr


Nach Beschluss des Gemeinderats liegen ab dem 1. Februar die Beträge für ein Reihengrab bei 375 statt bisher 305 Euro. Für ein Urnengrab werden 180 statt bisher 150 Euro fällig, ebenso für das Beilegen einer Urne in ein Reihen- oder Wahlgrab. Diskutiert wurde im Rat über die Erhöhung der Gebühr für Rasengräber, deren Pflege komplett durch die Gemeinde übernommen wird. Sie sollte von 2000 auf 2500 Euro steigen, was von mehreren Ratsmitgliedern als "zu teuer" empfunden wurde. Auf ihren Vorschlag entschied sich das Gremium für eine Erhöhung auf 2200 Euro. Laut Ortsbürgermeisterin Bigge seien die Anpassungen bei den Friedhofsgebühren zwar ein "saurer Drop", weil die Ortsgemeinde "insgesamt bei den Gebühren sehr stark nachziehen müsse". Allerdings entsprächen die neu festgesetzten Gebühren den "Minimalforderungen" der Kreisverwaltung. cweb