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Graffiti-Projekt im Jugendraum in Pluwig

Jugendgruppe : Graffiti-Projekt in Pluwig: Jugendtreff nimmt Gestaltung des Raums selbst in die Hand

Zwei große Graffiti schmücken seit kurzem den Jugendraum in Pluwig. Innerhalb von drei Tagen wurden die Motive erarbeitet und umgesetzt. Wie die Jugendgruppe zu der Ideekam.

Ein grüner Totenkopf mit zerzausten Augenbrauen und einem Goldzahn, ein Zahn fehlt, der Kopf ist mit blauen Linien umrandet. An einer anderen Wand lenkt eine große Graffiti-Bierflasche denk blickt auf sich. In der Mitte der Schriftzug „JR Pluwig“ – Jugendraum Pluwig. Denn dort hat der Jugendtreff der Gemeinde seine Ideen auf den weißen Wänden verewigt. Die Idee dazu gab es schon vor zwei Jahren. Nach Verzögerungen wegen der Corona-Pandemie hat die Jugendgruppe das Projekt nun wieder in die Hand genommen.

Wäre die Pandemie nicht dazwischen gekommen, hätten seine Vorgänger den Raum schon gestaltet, sagt Philipp Steiger, Jugendleiter im Jugendtreff Pluwig. Im November wurden er und sein Kollege zu den neuen Jugendleitern im Ort, gewählt wird immer für zwei Jahre. „Auch wenn die Idee schon zwei Jahre alt ist, hatte auch jetzt noch jeder Lust darauf“, sagt er.

Gemeinsam mit der Jugendpflegerin der Verbandsgemeinde Ruwer wurde die Idee wieder angegangen. Sie stellte den Kontakt zum Jugendzentrum „Auf der Höhe“ am Weidengraben her, denn dort gibt es eine Graffiti-Werkstatt. Innerhalb von drei Tagen wurden die beiden Graffiti fertig – von der Idee bis zum Endergebnis. „Beim ersten Treffen haben wir die Ideen besprochen und Skizzen gemacht. Am zweiten Tag haben wir die Skizzen fertiggemacht und auf Bannern das Sprayen geübt und am dritten Tag haben wir nur noch gesprüht und ein paar Sachen der Skizzen geändert“, erzäht Steiger. Das Team der Graffiti-Werkstatt hatte Bücher mit Schriften und Motiven dabei, so kam die Gruppe zum Beispiel auf den Totenkopf.

Insgesamt haben 16 Leute gemeinsam unter den geltenden Beschränkungen an den Graffiti gearbeitet. Außer dem Team des Jugendtreffs in Pluwig haben die Leiter des Jugendzentrums am Weidengraben und Kinder von dort geholfen. „Wir sind sehr zufrieden, keiner hätte gedacht, dass wir das in so kurzer Zeit so cool gestalten können.“

Dass die Jugendlichen das Projekt in die Hand genommen und in dieser Form umgesetzt haben, freut die Jugendpflegerin der Verbandsgemeinde Ruwer, Julia Herrig. „Man sieht jetzt, dass das ihr Raum ist, so wie die Gruppe es wollte, hat sie es eigenständig umgesetzt.“ Es sei schön zu sehen, wenn Jugendliche die Eigenverantwortung übernehmen und sich um ihre Projekte kümmern.