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Graffiti und Rap für mehr Selbstbewusstsein

Graffiti und Rap für mehr Selbstbewusstsein

Drei Jahre lang haben die Nikolaus-Koch-Stiftung und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung Jugendzentren in der Region unterstützt. Mit einem Hip-Hop-Festival feierten die Veranstalter nun mit Kindern und Jugendlichen das Ende des Programms "Hip-Hop-Scouts - Jugendlichen eine Stimme geben".

"Ich bin zehn Jahre alt und heiße Florent. Ich bin ein kleiner Junge, der nur Rap mit Niveau kennt." Florent rappt vor, was er gemeinsam mit Scout Maximilian Weißmüller alias "Meks" gedichtet hat. Seit Beginn des Programms "Hip-Hop-Scouts - Jugendlichen eine Stimme geben" ist der Grundschüler begeisterter Hip-Hopper.

Das Jugendzentrum Treff am Weidengraben, das Bürgerhaus Trier-Nord und das Haus der Jugend in Wittlich beteiligten sich drei Jahre lang am Programm der Nikolaus-Koch-Stiftung und der Deutschen Kinder-Jugendstiftung (DKJS). 20 Scouts, zum Teil Profis, zum Teil die Jugendlichen selbst, gaben ihr Wissen rund um die Jugendkultur weiter. "Hip-Hop ist ein Zugang zur Jugendsozialarbeit. Die Jugendlichen sind da sehr interessiert und engagiert, das ist ein Weg, sie zu erreichen", erklärt Julia Schneider, stellvertretende Leiterin der Regionalstelle Rheinland-Pfalz der DKJS. Vor allem Jugendliche aus sozialen Brennpunkten und schwierigen Familienverhältnissen sollten angesprochen werden. "Hip-Hop gibt auch Selbstvertrauen. Die Kinder und Jugendlichen merken, dass sie was können und vor allem, dass sie dafür auch Anerkennung erhalten."

Im Sommer endet das Programm, mit einem Hip-Hop-Festival im Trierer Exhaus feierten Scouts und Kinder das gebührend. Beatbau, Rap, Graffiti und DJing standen auf dem Programm. Am Abend präsentierten die Kinder ihre Künste auf der Bühne und feierten gemeinsam zu "Beats und Rhymes". Julia Schneider ist zufrieden mit dem Ergebnis: "Wir haben viel erreicht und können es mit gutem Gewissen beenden." Es seien viele Folgeprojekte entstanden wie zum Beispiel ein Hip-Hop-Musical, das demnächst in Wittlich Premiere feiert. Die Jugendzentren hätten sich durch das Programm auch unterein ander sehr gut vernetzt, so Schneider.Extra

Was ist Hip-Hop? Viele von euch denken bestimmt, Hip-Hop ist nur Musik. Doch so ganz stimmt das nicht. Hip-Hop ist nicht nur eine Musikrichtung, sondern auch ein Ausdruck für eine ganz bestimmte Form der Jugendkultur. Dazu gehören die Elemente Rap (eine Art gesprochener Gesang), DJing (sprich Dietscheying, wenn jemand Musikplatten auflegt und abspielt), Breakdance (eine Tanz art) und Graffiti-Writing (mit Sprühdosen Zeichen an die Wand malen). Erfunden wurde der Hip-Hop in den 1970er Jahren, also dann ungefähr, als viele von euren Eltern geboren wurden. Der Hip-Hop kommt aus den Vereinigten Staaten von Amerika. red Quelle: Wikipedia