Graffitikünstler verschönern die Trierer Skatehalle
Trier · Die Skatehalle in Trier-West wird am Wochenende auf Einladung des Städtenetzes Quattropole zu einem Ort für Graffitikünstler. 30 sogenannte Sprayer gestalten den Innenbereich der Halle am Samstag und Sonntag neu, Zuschauer sind eingeladen.
Trier. Graffitikünstler aus Luxemburg, Metz, Saarbrücken und Trier treffen sich am Samstag und Sonntag, 30. und 31. Juli, zum ersten Quattropole-Graffiti-Jam. Ein Jam ist ein Treffen mehrerer Künstler ohne feste Regeln und mit viel Improvisation. Der Quttropole-Jam ist in der Zuppermarket genannten Skatehalle in Trier-West. Die Teilnehmer gestalten an zwei Tagen große Flächen des Innenbereichs des ehemaligen Supermarkts neu.
Bis zu 30 Künstler arbeiten gemeinsam an einer Konzeptwand: Jeder Künstler gestaltet dabei einen Teil der Wand. Daraus entsteht ein Gesamtbild. Zu Beginn der Veranstaltung werden die Freiflächen verteilt und das Konzept diskutiert.
"Was genau gesprayt wird, steht noch nicht fest", sagt Alex Reichterz, der die Veranstaltung organisiert. Aber: "Wir planen ein Bild zum Thema Sport. Es werden auch fotorealistische Bilder entstehen", sagt er weiter. In der neuen Cafeteria werden zudem einzelne Arbeiten ausgestellt. Interessierte können die Veranstaltung ganztägig besuchen, eine Führung ist für Sonntag, 16 Uhr, geplant. Der Eintritt ist frei. Fotos werden am Sonntag unter www.facebook.com/quattropole eingestellt.
Die Skatehalle Projekt X in Trier-West ist in der Szene auch als Zuppermarket ein Begriff. Die Halle befindet sich in einem ehemaligen Supermarkt neben der Europäischen Kunstakademie in Trier-West (Aachener Straße 65). Bis zu dem Verkauf des Gebäudes steht es der Skaterszene für Sport und Kultur offen. Hier treffen sich Skateboarder, BMX-Fahrer und Graffiti-Künstler. "Wir positionieren uns gegen die mediale Manipulation im öffentlichen Raum mit handgemachter Inszenierung", sagt Johanna Bendler.
Der Fokus des Zuppermarkets liegt auf Selbstbestimmung und Eigenverantwortung unter Einbeziehung der Jugendlichen. Der Träger des Projektes ist der Verein Palais e.V.
Geöffnet ist die Halle nach der Sommerpause ab 1. August wieder mittwochs von 17 bis 21 Uhr sowie samstags und sonntags jeweils von 15 bis 19 Uhr. Der Eintritt kostet dann drei Euro, ab eine Stunde vor Schluss einen Euro. red
Weitere Informationen gibt es im Internet unter
http://projektxtrier.blogspot.com sowie unter www.quattropole.org