Gregor Gysi kommt zur Eröffnung der Karl-Marx-Skulpturenausstellung

Gregor Gysi kommt zur Eröffnung der Karl-Marx-Skulpturenausstellung

500 rote Karl-Marx-Figuren aus Vinyl postiert der Künstler Ottmar Hörl ab Sonntag, 5. Mai, im Umfeld der Porta Nigra. Zur Eröffnung der dreiwöchigen Kunstinstallation komm Gregor Gysi, Fraktionsvorsitzender der Linkfraktion im Bundestag.

"Karl Marx - ein Bürger von Trier", ist die rund fünfzehnminütige Eröffnungsrede, überschrieben, die Gregor Gysi, Fraktionsvorsitzender der Linke, am 5. Mai in Trier vor der Porta Nigra halten wird.

Die 500 Figuren für die Installation zum 200. Geburtsjahr von Karl Marx hat der Frankfurter Künstler Ottmar Hörl entworfen. Hörl ist bekannt für seine seriellen Skulpturenausstellungen -1998 hat er 4000 Begrüßungswichtel in München anlässlich der Opernfestspiele aufgestellt, in diesem Jahr in Zweibrücken auf dem Herzogplatz 1000 Kunstrosen installiert. 2009 erregte Hörl öffentliches Aufsehen mit einem in Nürnberg ausgestellten Gartenzwerg, der die rechte Hand zum Hitlergruß erhoben hatte.

Die 500 Karl-Marx-Skulpturen in verschiedenen Rottönen, die in Trier zu sehen sein werden, begleiten die bereits laufende Ausstellung "Ikone Karl Marx - Kultbilder und Bilderkult" im Stadtmuseum Simeonstift. "Wir freuen uns, dass die Installation im Außenbereich rund um die Porta Nigra auch die Aufmerksamkeit auf unsere Ausstellung im Museum lenken wird", sagte Museumsmitarbeiterin Kathrin Schug bei einem Pressegespräch am Mittwochmittag. Mit seiner "Kunst auf der Straße" will Hörl vor allem die Menschen erreichen, denen ansonsten der Zugang zu zeitgenössischer Kunst fehlt. "Die Figuren haben außerdem einen Botschaftscharakter - sie sollen die Betrachter zu einer persönlichen Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Gedanken Karl Marx' anstoßen", sagt Hörl.

Die Installation kommt ohne öffentliche Zuschüsse von Stadt, Land oder Bund aus. Hauptsponsoren sind die Kulturstiftung Trier, die Sparkasse Trier, die Trierer Firma Steil Kranarbeiten und der bundesweite Logistikverband "Go!". Dazu kommen mehr als 30 Projektpartner aus Trier. Die Sponsoren finanzieren rund ein Drittel der Kosten der Ausstellung. Die übrigen zwei Drittel sollen durch den Verkauf der Karl-Marx-Statuen zusammenkommen. Die Figuren aus Vinyl in verschiedenen Rottönen sind ab Ausstellungsbeginn für 300 Euro erhältlich. Produziert werden so viele Skulpturen, wie es Nachfragen gibt.

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