Grenze der Zumutbarkeit
Zum Artikel "Schulbau zugestimmt" (TV vom 29. November) erreichte den TV folgende Zuschrift:
Als Leser freut man sich zu hören, dass doch noch Gelder für dringende Aufgaben zur Verfügung stehen. "Obwohl die Stadt an Geldmangel leidet, hat die Dienstaufsicht (die ADD) einem Umbau am Friedrich-Spee- Gymnasium zugestimmt", so der Volksfreund. Die übrigen Schulen in Trier müssen sich weiter mit ihrem schlechten baulichen Zustand und unzureichender Ausstattung abfinden und vielleicht noch weitere Einschnitte hinnehmen. Die Einspareffekte, die das Ministerium mit seinen kommenden Maßnahmen wahrscheinlich schon jetzt für den Haushalt einkalkuliert hat, landen dann wahrscheinlich bei Hochbegabten- und anderen"Elite"-Schulen.An den Trierer Schulen ist man Armut in der Ausstattung gewohnt. Aber mit einer solchen Meldung sind die Grenzen der Zumutbarkeit erreicht. Könnte es sein, dass mit einer Maßnahme wie der obigen der Pisa- und Iglu-Befund, dass Kinder aus sozial schwachen Familien sich in der Schule schwer tun, erklärbar wird? Der Fehler liegt dann sicher nicht, wie dies insinuiert wird, bei den Schulen der Sekundarstufe 1. Wenn Mittel einseitig verteilt werden, fehlen die Gelder für die Förderung der anderen Schülerinnen und Schüler. Auch an den anderen Schulen werden Räume für Arbeit in Kleingruppen und Förderung benötigt. Hanns Peters, Trier schulen