Glaube im Alltag: Grenzen überwinden

Glaube im Alltag : Grenzen überwinden

Mit einer Mauer haben Menschen in Deutschland Erfahrung. Über 28 Jahre trennte die Berliner Mauer Menschen im Westen und Osten Deutschlands. 1989 fiel die Mauer. Gott sei Dank! Während der Plan zum damaligen Mauerbau ein Staatsgeheimnis war, macht der US-Präsident Trump keinen Hehl daraus.

Er beabsichtigt eine Mauer zwischen USA und Mexiko zu errichten, um Mittelamerikaner an der illegalen Einwanderung zu hindern. „Außerdem gibt es Berge und Flüsse, die brutal und böse sind“. Mir wird bei solchen bösartigen und menschenverachtenden Gedanken schlecht. Aber nicht nur Politiker bauen Mauern. Auch Hausbesitzer grenzen ihr Eigentum durch Zäune, Hecken und Trennwände ab, um ihre Privatsphäre zu schützen. Dagegen ist nichts einzuwenden.
Doch wie steht es mit den Hürden in unseren Köpfen und in unserem Herzen, die uns den Zugang zum Mitmenschen versperren? Wenn erst mal die unsichtbare Schranke im Kopf fällt, eine emotionale Sperre sich löst, dann können Barrieren abgebaut werden. Dadurch kommt etwas an ein Ende. Innerlich und auch äußerlich gerät etwas in Bewegung, und gleichzeitig wird ein Neubeginn geschenkt. Großartig! Wenn ich auf mein Leben schaue, dann ist es gerade das, was das Leben so spannend macht: neue Freunde kennenlernen, Urlaub in fremden Ländern, mit anderen Menschen etwas vom Geheimnis Gottes zu ergründen. Deshalb liebe ich auch meinen Beruf so sehr, er eröffnet mir vielfältige menschliche Begegnungen. Dabei hatte ich tolle Erlebnisse.

Erlauben Sie sich, innere Mauern schrittweise oder in einem Aufbruch zu überwinden, so finden Sie ein Leben, das Sie vorher nicht gekannt haben. Grenzen zu überwinden kann etwas unheimlich Befreiendes sein. Vielleicht hat dies mit Gott und Kirche mehr zu tun, als wir uns je erträumen. Mögen wir mit Gott an der Seite immer wieder Mauern überspringen.

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