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Großbrand bei Olewiger Winzer Peter Terges

Großbrand bei Olewiger Winzer Peter Terges

Mitten in Alt-Olewig ist in der Nacht zum Montag ein Lagerschuppen des Weinguts Peter Terges abgebrannt. Der Schaden liegt wohl weit über 100 000 Euro, verletzt wurde niemand. Hinweise auf Brandstiftung gibt es nicht.

Trier. Seine Ehefrau hatte sich den Tatort angeschaut, Peter Terges wollte Günther Jauchs Talkshow sehen. Es war ein gemütlicher Abend. Bis zum Anruf der Feuerwehr gegen 23.15 Uhr. "Ich wollte es gar nicht glauben, als die mir sagten, dass mein Schuppen brennt. Dann hab ich aus dem Fenster geschaut. Die Flammen schlugen meterhoch", berichtet Terges. Nur rund 40 Meter neben seinem Wohnhaus in der Olewiger Straße war der offene Holzschuppen in Brand geraten. Und mit diesem mehrere Weintanks, etliche Paletten mit vollen Weinkartons, ein Raupenfahrzeug für die Arbeit im Weinberg, eine Etikettier-Maschine und vieles andere Gerät. "Alles verbrannt. Auch mein ganzes Mobiliar für das Olewiger Weinfest", zählt der Winzer auf. "Das alles wiederzubeschaffen, wird mich weit über 100 000 Euro kosten."
Die Berufsfeuerwehr und die freiwilligen Löschzüge aus Olewig und Irsch dämmten den Brand des rund zehn Meter breiten und 15 Meter langen Schuppens ein. "Sonst hätten die Flammen auch noch auf die benachbarte Lagerhalle übergegriffen", sagt Feuerwehr-Einsatzleiter Sven Ney. Rund 3,5 Stunden dauerte es, bis die 40 Feuerwehrmänner das Feuer gelöscht hatten. Ein Feuerwehrmann verletzte sich bei den Arbeiten leicht an der Hand. "Gott sei Dank ist sonst niemand verletzt worden", sagt Terges. Der Sachschaden sei zwar hoch. "Aber das sehe ich recht gelassen.", sagt der stadtbekannte Winzer. "Ich bin gut versichert."
Hinweise auf Brandstiftung hat die Kriminalpolizei bislang nicht gefunden. "Wir gehen eher von einem technischen Defekt aus", erklärt Polizei-Pressesprecher Karl-Peter Jochem auf TV-Nachfrage. Heute begutachtet ein Sachverständiger der Versicherung die Brandstelle.
"Fest steht, dass nächste Woche der Schaden noch viel größer ausgefallen wäre", sagt Terges. Denn ab Mitte der Woche will der Winzer seinen 2013er in Flaschen abfüllen. "Die hätten dann alle ebenfalls in dem Schuppen gelagert - und wären wohl ebenfalls mit vernichtet worden." woc