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Große Koalition fürs Moselstadion

Große Koalition fürs Moselstadion

TRIER. Nächster Schritt zur Verbesserung der Infrastruktur des Moselstadions: Der Stadtrat gab mit den Stimmen von CDU, SPD, UBM und FDP seinen Segen zum Bau von Zaunanlagen sowie zur Herrichtung des Geländes an der Straße Am Stadion. Die Grünen votierten dagegen.

Die Vorstandsmitglieder des SV Eintracht auf den Zuschauerplätzen vernahmen das Votum des Stadtrats mit Freude. Nun kann der Ausbau des Moselstadions weitergehen. Wenn auch nur im Kleinen. Denn das mehrheitliche Ja vom Donnerstagabend bezieht sich auf die Errichtung von Zäunen, die Sanierung maroder alter Zäune und dient außerdem dazu, die Verkehrsflächen der Straße Am Stadion und das angrenzende Gelände von Triers größter Sportanlage auf Vordermann zu bringen. Kostenpunkt: rund 230 000 Euro. Vor neun Monaten war der Stadtvorstand mit diesem Ansinnen noch baden gegangen, weil die Ratsmehrheit eine "Mogelpackung" befürchtete, die vor allem den Bau von VIP-Parkplätzen unterjubeln hätte sollen. OB Schröers und Bürgermeister Bernardings Anlauf Nummer zwei überzeugte nun den Rat, zumal das Land seinen Zuschuss erhöht und damit eine geringere Eigenbeteiligung des SV Eintracht als Haupt-Nutzer des Stadions ermöglicht. So äußerten sich die Fraktionssprecher überwiegend lobend. Bernd Michels (CDU) betonte, von den infrastrukturellen Verbesserungen profitierten viele Vereine. Bruno Cordel (SPD) würdigte die "Lernfähigkeit" des Stadtvorstands, der nun endlich eine Vorlage mit transparenter (Kosten-) Darstellung präsentiere. Laut Manfred Maximini investiert die Stadt ins eigene Vermögen und prophezeite: "Die heutige Diskussion ist harmlos im Vergleich zu dem, was uns noch bevorsteht. Ich meine den Umbau des Moselstadions und spreche bewusst nicht von Neubau." Thomas Egger (FDP) regte weitere infrastrukturelle Verbesserungen an: "Bei Eintracht-Spielen gibt es für die gesamte Gegengerade nur fünf mobile Toiletten-Boxen." Die Grünen lehnten die Vorlage ab. Manfred Becker: "Die städtische Verschuldung steigt weiter, und die unhaltbare Parkplatz-Situation rund ums Stadion wird zementiert." Ins selbe Horn stieß Trier-Nords Ortsvorsteherin Gabriele Luy-y-Pérez. Sie kritisierte, die Projekte würde nicht mit dem Ortsbeirat diskutiert, und damit versäume der Stadtvorstand, die Belange des Stadtteils in die Diskussion einzubeziehen.