Großer Alarm auf dem Viehmarkt

Großer Alarm auf dem Viehmarkt

In Notsituationen sind sie zur Stelle: Feuerwehr, Technisches Hilfswerk (THW), Polizei und Rettungsdienste. Doch die Gefahren ihrer Arbeit werden oft verdrängt. Der "Tag der Retter" auf dem Viehmarkt bietet Informationen und interessante Mitmachaktionen.

Trier. Bergen, löschen, Leben retten: Der Stadtfeuerwehrverband Trier und der Kreisfeuerwehrverband wollen mit dem "Tag der Retter" am Samstag, 6. September, mitten in Trier Aufmerksamkeit und Verständnis für die Arbeit von Hilfsorganisationen und Einsatzkräften wecken. Sie locken mit einem breiten Informationsangebot und vielen verschiedenen Ständen und Vorführungen. Im Mittelpunkt steht das jährliche Geschicklichkeitsfahren für Wehrleute am Steuer von Feuerwehrwagen. Die Teilnehmer des Stadt- und des Kreisfeuerwehrverbands müssen einen Hindernisparcours mitten auf dem Viehmarkt durchfahren.
Da die Teilnehmerzahlen dieses Wettbewerbs seit Jahren zurückgehen, kamen Thomas Schmitt, Vorsitzender des Stadtfeuerwehrverbands Trier, und seine Kollegen auf die Idee, das Geschicklichkeitsfahren in einen öffentlichen Aktionstag einzubinden. "Es ist sehr aufwendig, den Parcours zu organisieren", erklärt Schmitt. "Der Viehmarkt als Ort war zunächst nur ein Witz, aber dann war der zuständige Beigeordnete Thomas Egger von dem Vorschlag begeistert, und so nahm die Planung für den ,Tag der Retter\' ihren Lauf."
Neben der Berufsfeuerwehr und den freiwilligen Löschzügen mit den dazugehörigen Jugendorganisationen präsentieren sich ab 10 Uhr auch Polizei, Technisches Hilfswerk, der Malteser Hilfsdienst, die Notfallseelsorge und Notfallnachsorge und das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Außerdem sind der Blutspendebus und ein englischer Doppeldeckerbus der Stefan-Morsch-Stiftung vor Ort. Die Stiftung informiert über Stammzellen- und Knochenmarkspende und startet einen Luftballonwettbewerb.
Um 11 Uhr zeigt die Jugendfeuerwehr Trier eine Löschübung. Kinder können den ganzen Tag über an der Spritzwand der Bambinifeuerwehr selbst das Löschen ausprobieren.
Die Polizei präsentiert um 14 Uhr eine Vorführung der Hundestaffel und klärt ansonsten im Sicherheitsmobil über Präventionsarbeit auf.
Die Organisationen stellen verschiedene Einsatzfahrzeuge aus, darunter auch eine historische Drehleiter des Feuerwehr Museums Hermeskeil. Zur Stärkung bietet der Malteser Hilfsdienst Erbsensuppe aus der Feldküche, die auch bei sogenannten Großschadenslagen zum Einsatz kommt, an. "Wir wollen der Bevölkerung zeigen, wer wir sind und was genau wir machen", erklärt Thomas Schmitt. Zusätzlich soll der Tag die Zusammenarbeit der einzelnen Hilfsorganisationen stärken. Und natürlich auch neue Freiwillige, Mitglieder und Unterstützer werben.
Der "Tag der Retter" endet gegen 17 Uhr mit der Siegerehrung der Geschicklichkeitsfahrer. Der Einsatzfahrer mit der besten Zeit und den wenigsten Fehlerpunkten darf dann im Oktober am Landesentscheid des Landesfeuerwehrverbands Rheinland-Pfalz im Westerwald teilnehmen.
In Trier steht bereits eine Woche später am Sonntag, 14. September, das nächste Feuerwehrfest an: Von 9 bis 17 Uhr feiert die Berufsfeuerwehr ihr 100-jähriges Bestehen.

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