Großer Roter ist kein Luxus-Artikel

Nach jahrelangen Diskussionen rund um die Anschaffung eines neues Feuerwehrautos in Schweich-Issel, wurde das Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) im Rahmen des Brunnenfests offiziell an die Freiwilligen Feuerwehrleute übergeben. Pastor Edwin Prim segnete das Fahrzeug ein.

 Bürgermeister Berthold Biwer übergibt offiziell den Schlüssel für das neue Tragkraftspritzenfahrzeug an Christof Kellersch, Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Schweich-Issel. TV-Foto: Katja Bernardy

Bürgermeister Berthold Biwer übergibt offiziell den Schlüssel für das neue Tragkraftspritzenfahrzeug an Christof Kellersch, Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Schweich-Issel. TV-Foto: Katja Bernardy

Schweich-Issel. (kat) "Es wurde schon gemunkelt, dass Geräte, die an die Feuerwehr Issel übergeben werden, mindestens 20 Jahre alt sein müssen, da sonst die Feuerwehrleute in Issel nicht damit umgehen könnten", sagte Christof Kellersch, Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) Schweich-Issel, zynisch.

Auch das Erscheinen zahlreicher Polit-Prominenz sowie die Präsenz des Kreisfeuerwehrinspekteurs Ortwin Neuschwander und zahlreicher Feuerwehrkameraden signalisiere, dass am Brunnenplatz etwas Besonderes stattfand. Letztmalig erhielten die Isseler Feuerwehrmänner vor 47 Jahren einen Tragkraftspritzenanhänger mit Beladung. 1976 wurde laut Kellersch durch die Übernahme eines gebrauchten TSF von der Feuerwehr Schweich die Motorisierung eingeführt, "aber es war auch der Beginn von Übergangslösungen und Provisorien." Teilweise habe die Isseler "Mannschaft" Fahrzeuge erhalten, die 32 Jahre alt waren. Mit der offiziellen Schlüsselübergabe durch Bürgermeister Berthold Biwer sind die Zeiten, in denen die Isseler Feuerwehrleute jahrzehntelang Gebrauchtes verschleißen mussten, erst einmal vorbei. Mitte Dezember vergangenen Jahres erhielt die Feuerwehr das 70 000 Euro teure TSF. Das 115 PS starke Arbeitsgerät hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 3500 Kilogramm und bietet sechs Feuerwehrleuten Platz. Erstmalig sei der Mannschaftsraum vom Geräteraum komplett getrennt, sagte Kellersch. "Man kann sagen, dass durch das neue Fahrzeug mit einer besseren Ausrüstung ein wesentlicher Beitrag zum Schutz der Bevölkerung erbracht wird." Heinrich Lehnert, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins der FFW Schweich-Issel, übereichte einen Tauchpumpen-Satz, ein Mehrzweck-Strahlrohr, das hilft, Folgeschäden durch Wasser zu vermeiden, und einen Gerätesatz zur Absicherung. In seinem Grußwort sagte Berthold Biwer, dass die Anschaffung des Fahrzeugs sehr sinnvoll gewesen sei und dass die Isseler Feuerwehr wohl unter der Sichtweite zur Feuerwehr Schweich leide. Pastor Edwin Prim segnete das Fahrzeug ein.

Der Spielmannszug der Feuerwehr Schweich unter der Leitung von Markus Benk umrahmte die Übergabe und Einsegnung. Bereits 40 Mal war das Fahrzeug im Einsatz. "Ein Zeichen, das es sich nicht um einen Luxusartikel handelt", meinte Kellersch.

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