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Gründlich, unermüdlich, exzellent

Gründlich, unermüdlich, exzellent

"Zuhören, ernst nehmen, Mut machen": Das zeichnet die Arbeit der Familienberatung in Trier-Nord aus. Die Beratungsstelle feierte jetzt ihr 30-jähriges Bestehen. Förderer und Freunde gratulierten.

Trier. "Ihre Arbeit ist nicht immer laut, aber gründlich, unermüdlich und exzellent", würdigt Markus Nöhl, Vorsitzender des Trägervereins des Bürgerhauses Trier-Nord, das Engagement der Mitarbeiter der Familienberatung im Stadtteil.
Seit drei Jahrzehnten bietet die Anlaufstelle für Eltern und Alleinerziehende ein breites Beratungs- und Hilfeangebot, das spezifisch auf die Bedürfnisse der Bürger angepasst ist. Jetzt feierten Mitarbeiter, Förderer und Freunde das 30-jährige Bestehen der Familien-, Paar- und Lebensberatungsstelle.
Trotz Veränderungen, die das Beratungszentrum im Laufe der Zeit durchlebt hat, ist ihr Ziel immer gleich geblieben: die Förderung der Entwicklungschancen von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien insbesondere aus dem Stadtteil Trier-Nord.
Bei der Feier betonte Angelika Birk, Bürgermeisterin und Sozialdezernentin der Stadt, die Bedeutung der Institution als nicht-kirchliche Beratungsstelle. Gerade in der Familienarbeit trage sie zu einer Pluralität in der Beratungslandschaft bei und sei ein großer Meilenstein in der Vernetzung. Auch in anderen Trierer Stadtteilen könne das Projekt Schule machen.
Der Erfolg gibt Brigitte Billigen, Fabian Bosch und Mona Gupta, dem dreiköpfigen Team der Familienberatung Trier-Nord, recht. Viele ehemalige Gruppenteilnehmerinnen geben an, unabhängiger, selbstbewusster und selbstständiger geworden zu sein. Die offene Sprechstunde jeden Dienstag ist gut besucht, die Projekte werden rege genutzt. sli
Extra

1984 bis 1989: Ein familienpädagogisches Forschungsprojekt legt den Grundstein für die Beratungsstelle. 1989 bis 1993: Das Modellprojekt des Landes wird als Ehe-, Familien und Lebensberatungsstelle anerkannt. 1994: Aufnahme der Beratungsstelle in die Trägerschaft des Vereins Bürgerhaus Trier-Nord. 2001: Mitarbeiter der Familienberatung bieten regelmäßig eine offene Sprechstunde an. Junge Familien nehmen dieses Angebot gut an. 2006: Die Stadt erkennt die Familienberatung als Fachberatungsstelle zum Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung an (§ 8a SGB VIII). 2010: Die entwicklungspsychologische Beratung für Schwangere und junge Mütter erweitert das Angebot. 2012: In Kooperation mit dem Hort Ambrosius bietet das Beratungszentrum ein neues Gruppenangebot für Jungen zur Stärkung der sozial-emotionalen Kompetenz an. sli