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Grundschule Osburg wird zur Naturpark-Schule

Umweltbildung : Grundschule Osburg wird zur Naturpark-Schule

Die Vereinbarung mit dem Naturpark Saar-Hunsrück und der Verbandsgemeinde Ruwer ebnet den Weg für eine Premiere.

Die Grundschule Osburg macht sich auf den Weg, um die erste Naturpark-Schule in der Verbandsgemeinde Ruwer zu werden. Der Kooperationsvereinbarung zwischen der Schule, dem Naturpark Saar-Hunsrück und der Verbandsgemeinde Ruwer ist unterzeichnet. Mit ihrem attraktiven Schulgarten mit Teich und mehreren Hochbeeten, Bienennisthilfen und Blühstreifen ist die Grundschule Osburg dafür gut aufgestellt. Zudem hat sich die Schule als Bienenschule qualifiziert und produziert mit zwei Bienenvölkern selbst hergestellte Bienenprodukte.

„Wir binden die heimische Tierwelt und Region bereits in den Unterrichtsalltag ein und arbeiten weiter daran, wichtige Naturparkthemen und Kooperationspartner mit dem Schulqualitätsprogramm zu verbinden“, sagt Rektor Ronny Blügel. „Wir sind sehr stolz, offiziell in das Projekt zu starten.“

Ziel des Projektes ist es, eine dauerhafte Kooperation zwischen dem Naturpark Saar-Hunsrück und der Schule aufzubauen. Die Themen Natur und Umwelt sowie die damit verbundene regionale Natur- und Kulturgeschichte des Naturparks werden im Unterricht, in Exkursionen und bei Projekttagen verankert. Die Schülerinnen und Schüler werden – neben dem Erlernen von Fach- und Handlungskompetenzen – durch Naturerfahrungen für das Thema begeistert. Es geht auch um Identifikation mit der Heimat.

Die Auszeichnung „Naturpark-Schule“ erfolgt nach Überprüfung der Aktivitäten und wird für einen Zeitraum von fünf Jahren verliehen. Alle fünf Jahre wird evaluiert und überprüft, ob die Kriterien für die Auszeichnung als Naturpark-Schule weiterhin erfüllt sind.

Der Naturpark unterstützt das Projekt als anerkannter außerschulischer Bildungspartner durch die Vermittlung von Referenten und Unterrichtsmaterial. Blügel: „Neben dem aktiven Erleben der Natur vor der Haustür und einer Sensibilisierung für die Heimat ist ‚Bildung für nachhaltige Entwicklung‘ ein wesentlicher Aspekt des Naturpark-Projekts.“

Stephanie Nickels, Bürgrmeisterin der VG Ruwer, ist von dem Projekt überzeugt: „Die Schülerinnen und Schüler haben in der Naturpark-Schule interessante Möglichkeiten, die biologische Vielfalt und Kulturlandschaft ihrer Heimat besser kennenzulernen und zu erleben. Ich hoffe, dass durch die pädagogische Arbeit der Naturparkschule das Interesse und die Begeisterung der jungen Menschen geweckt wird, sich auch über den schulischen Kontext hinaus für den Erhalt und die Pflege des natürlichen Lebensraums und die vielfältigen Schätze unseres Naturparks zu engagieren.“

Auch Naturpark-Geschäftsführerin Gudrun Rau wirbt für die Initiative: „Naturparke sind vielfältige Lern- und Erfahrungsorte. Durch das gemeinsame Engagement von Schule, Gemeinde, außerschulischen Kooperationspartnern und dem Naturpark trägt das Projekt zu Bildung einer nachhaltigen Entwicklung vor Ort, zur Identifikation mit dem Naturpark und der Stärkung des Wir-Gefühls bei. Die Naturpark-Schüler können mit allen Sinnen, mit Kopf, Herz und Hand für ihr Leben lernen. Wir möchten sie dabei unterstützen, Kompetenzen zu entwickeln, die sie dafür benötigen ihr Leben, die Gesellschaft und die Zukunft in ihrer Heimat nachhaltig mitzugestalten.“