Grundschulen gesichert

Was verheißt das neue Schulkonzept für den Stadtteil Kürenz? Mit dieser Frage hat sich der Ortsbeirat in seiner jüngsten Zusammenkunft beschäftigt.

Trier-Kürenz. Ein Schreckensszenario hat Bürgermeisterin Angelika Birk nicht aufgezeigt, als sie in der Ortsbeiratssitzung im Treffpunkt "Am Weidengraben" das Schulentwicklungskonzept für den Grundschulstandort Kürenz präsentierte. Eher das Gegenteil war der Fall. Und damit waren auch die wildesten Schließungsgerüchte für die Kürenzer Grundschulen wie weggewischt. Aufatmen schon bei der Aufzählung der kinderreichsten Stadtbezirke (50 bis 60 Kinder im Alter von zwei Jahren), bei denen Trier-Kürenz ziemlich vorne auftaucht "und nicht schlecht aussieht" (Birk).

Bei den statistischen Zahlen müsse sie kein "Kaffeesatzlesen" betreiben: So prognostizierte die Bürgermeisterin für die Keune-Grundschule (Neu-Kürenz) für 2015 eine Zwei- bis Dreizügigkeit, für (Alt-)Kürenz eine einzügige Grundschule. Lediglich die Zweizügigkeit sei für 2015 nicht gesichert. In Kinderzahlen für den Schulbezirk zusammengenommen ausgedrückt: Es werde von 68 Sechsjährigen und 77 Zehnjährigen ausgegangen.

Johannes Verbeek (Die Linke) sagte, Kürenz müsse als Ganzes gesehen werden und nicht aufgeteilt auf die beiden Schulen. Schule ja oder nein sollte nicht nur am Schulgebäude festgemacht werden, betonte Birk. Schulgrenzen seien nun mal leichter zu verschieben als Gebäude. Schulbezirke hätten sich in der Vergangenheit verändert und würden dies auch in Zukunft tun. Vorstellbar für die Bürgermeisterin: Die Grenze zwischen Gartenfeld und Kürenz zugunsten des Standorts Kürenz aufzumachen, um nicht an der Egbert-Grundschule anzubauen, wofür man kein Geld habe (der TV berichtete). In dieser Möglichkeit sieht Angelika Birk eine "echte Alternative". Für die Keune-Grundschule spräche zudem die große Raumkapazität.

Ortsvorsteher Bernd Michels (CDU) freute sich über das "deutliche Signal" für den Schulbezirk Kürenz und gestand ein, dass es nicht immer einfach sei, Alt-Kürenz, Neu-Kürenz und Petrisberg "unter einen Hut zu bekommen". Ihr "Versprechen" könne sie dann einlösen, so Angelika Birk, "wenn die Eltern Respekt vor den neuen Schulbezirksgrenzen haben".

Spendabel zeigte sich der Ortsbeirat beim städtischen Jugendbus, dessen Neuanschaffung mit 3000 Euro aus Ortsbeiratsmitteln nun doch gefördert werden soll. Nach (Fast-)Fertigstellung der Straßenbaumaßnahme "Domänenstraße" freute sich Ortsteilchef Bernd Michels über die "Beschwerden, die sich während der Bauzeit in Grenzen gehalten haben".

Angenommen wurde eine Spende der Jagdgenossenschaft von insgesamt 500 Euro für unterschiedliche Dinge im Rahmen der Stadtteilarbeit.

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