Gut aufgestellt für den aktuellen Bedarf
Dem Ziel, modernen Familienstrukturen und einem aktuellen Bedarf gerecht zu werden, kommt die Kindertagesstätte St. Martin in Zemmer-Schleidweiler jetzt mit einem aufgestockten Ganztagsangebot entgegen. Im Zuge dessen hat die Ortsgemeinde als Bauträger auch bauliche Verbesserungen vorgenommen.
Zemmer-Schleidweiler. Seit Anfang des Jahres 2008 ist die Kindertagesstätte St. Martin in Zemmer-Schleidweiler wie 87 andere Kitas im Bistum Trier der Betriebsträgerschaft der dem Bistum angeschlossenen Kita gGmbH unterstellt. Verbunden damit sind neue Strukturen, etwa die Koordination von je 10 Kitas einer Region durch eine Gesamtleitung.
Schleidweiler ist dem Bereich Schweich und damit der Gesamtleitung von Monika Kiwitt zugeordnet. Vor Ort leitet Miriam Engel die Geschicke der Kita St. Martin. Beide haben jetzt unter den neuen Rahmenbedingungen entstandene Neuerungen vorgestellt: "Seit dem 1. September dürfen wir bis zu zwei Zweijährige in eine Regelgruppe aufnehmen, und die Zahl der Ganztagsplätze ist von regulär 24 über 30 auf jetzt 40 aufgestockt worden", sagt Monika Kiwitt. "Die Betreuungszeiten für Krippenkinder haben wir von 14.30 Uhr auf 16.30 Uhr verlängert", ergänzt Miriam Engel.
Vom Land gefördert ist dafür eine zusätzliche halbe Mitarbeiterstelle eingerichtet worden. Die Angebotserweiterung sei eine Antwort auf die veränderten Lebensumstände junger Familien und den zusammen mit dem Kreisjugendamt als Planungsbehörde ermittelten Bedarf vor Ort, sagt Monika Kiwitt. "Wir arbeiten jetzt daran, das Ganze möglichst gut umzusetzen, so dass wir allen Altersgruppen entsprechen und die Anliegen aller Kinder ernst nehmen."
Dafür wurde im Austausch mit Miriam Engel und ihrem Team bereits ein inhaltlich neues Konzept entwickelt, das zum Beispiel die Bildung von altershomogenen Gruppen und gruppenübergreifende Arbeit beinhaltet. Außerdem wurden die räumlichen Bedingungen verändert.
Ortsgemeinde unterstützt Sanierung
Hier war die Ortsgemeinde als Bauträger gefragt, denn es waren Umbauten, beispielsweise für neue Ruhe- und Wickelbereiche erforderlich. Damit erschöpfte sich das Engagement der Gemeinde jedoch nicht. Für 21 000 Euro ließ sie neue große Fenster in die Gruppenräume einbauen. Für zusätzliche 7000 Euro wurden diese mit schattenspendenden Rollos in freundlich hellgelber Farbe versehen. "Wir wollen ein kinderfreundliches und attraktives Haus", sagt Ortsbürgermeister Winfried Wollscheid, "denn Kinder sind unserer Zukunft, da müssen wir einfach was tun."